Linksys: WRT-Router unterstützten weiterhin Open-Source-Firmware

16. Mai 2016, 14:52
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Neuregelungen in USA und EU verbieten ab Juni gewisse Einstellungsänderungen durch Nutzer

Neue Regelungen in der USA und der EU verbieten ab Juni, dass Nutzer bei Funkgeräten selbst Sendeleistungen oder Frequenznutzung ändern können. Das betrifft auch WLAN-Router. In der Open-Source-Community populäre Firmware wie OpenWRT oder auch DD-WRT ermöglicht tiefgehende Änderungen der Einstellungen und wird daher in Zukunft auf vielen Routern blockiert. Bei Linksys hat man eine Lösung gefunden.

"Verantwortung gegenüber Open-Source-Community"

Gegenüber "Ars Technica" bestätigte ein Linksys-Produktmanager, dass man weiterhin WRT-Router anbieten werde, da man der Open-Source-Community gegenüber Verantwortung trage. Das Unternehme habe mit Chiphersteller Marvell und den Entwicklern von OpenWRT zusammengearbeitet um sicherzustellen, dass die neuen WRT-Router den Richtlinien entsprechen. Bei Routern, die nicht zu den WRT-Serien gehören, wird Open-Source-Firmware laut dem Bericht allerdings blockiert.

Das Bekenntnis alternative Open-Source-Firmware weiterhin zu unterstützten gilt jedenfalls für die USA. Gegenüber "Ars Technica" sagte Linksys zwar, dass es in der neuen Funkanlagenrichtlinie der EU ähnliche Vorgaben gebe. Ob die WRT-Router des Unternehmens diesen ebenfalls entsprechen werden, ist allerdings nicht bekannt.

TP-Link blockiert alternative, offene Firmware

Anders sieht es beim Hersteller TP-Link aus. Er hatte zuvor bekannt gegeben, dass man aufgrund der Neuregelung in Zukunft das Installieren von Open Source-Firmware auf allen Routern unterbinden werde. (red, 16.5.2016)

  • Linksys wird weiterhin WRT-Router anbieten.
    foto: linksys

    Linksys wird weiterhin WRT-Router anbieten.

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