"Mir geht viel durch den Kopf"

15. Mai 2016, 21:01
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  • Admira – Rapid (1:3):

Ernst Baumeister (Admira-Trainer): "Rapid hat taktisch sehr gut gespielt, das schnelle 1:0 ist ihnen entgegengekommen. Einige unsere Spieler haben mit dem Druck nicht ganz umgehen können. Zum Glück war aber auf meine 'Veilchen' Verlass und wir sind in Europacup. Aber im Cupfinale ist eine Steigerung dringend nötig. Wir haben unser erstes Ziel, die Europacup-Teilnahme, erreicht, jetzt müssen wir im Cupfinale keinen Rucksack tragen. In diesem Spiel könnten wir unsere super Saison krönen."

Zoran Barisic (Rapid-Trainer): "Ich bin sehr froh, dass wir endlich wieder in der Südstadt gewonnen haben. Es war ein interessantes Spiel, der Druck lag bei der Admira. Es war quasi das letzte Aufgebot von uns. Unser einziges Problem heute war die Chancenauswertung, aber das verfolgt uns schon die ganze Saison. Wir hatten heute den Vorteil, dass wir nicht gewinnen mussten. Das war die erfolgreichste Saison in meiner Trainerkarriere und auch die erfolgreichste von Rapid in den letzten Jahren."

  • Austria – Sturm (3:0):

Thorsten Fink (Austria-Trainer): "Ich bin sehr zufrieden. Wir haben Leidenschaft und Spielfreude gezeigt, auch den Willen dieses Spiel zu gewinnen, um einen würdigen Abschied von diesem Stadion zu nehmen. Wir haben heuer Platz drei erreicht. Damit wollen wir uns nächste Saison nicht mehr zufriedengeben, das ist klar. Nächste Woche werden wir besprechen, was in dieser Saison gut war und was schlecht. Wir werden dann abstecken, wo wir die Mannschaft verstärken können."

Alexander Gorgon (Austria-Spieler): "Mir geht viel durch den Kopf. Das war mein vorerst letztes Spiel für die Austria. Ich werde ein neues Kapitel aufschlagen. Wir wollten noch einmal alles geben, damit wir erhobenen Hauptes in den Urlaub gehen können."

Franco Foda (Sturm-Trainer): "Platz vier wäre heute möglich gewesen. Wir haben über weiter Strecken ein gutes Spiel gemacht. Wir hatten in der ersten Halbzeit viele Balleroberungen, haben aber nichts daraus gemacht. Der Ausschluss hat uns natürlich nicht in die Karten gespielt. Wir hatten nach der Pause bis zur 70. Minute zwei, drei Möglichkeiten. Der Stangenschuss war vielleicht symptomatisch für unseres Saison. Am Ende haben wir alles riskiert. Dann hat die Austria ihre Räume ausgenutzt. Vielleicht war Platz fünf in dieser Saison auch das Maximum. Es wäre zwar mehr möglich gewesen, aber das sagt jeder Trainer."

Günter Kreissl (Sturm-Sportdirektor): "Das war zu wenig. Wir hätten die Chance gehabt, haben sie aber nicht nutzen können."

  • Red Bull Salzburg – WAC (1:0):

Oscar Garcia (Salzburg-Trainer): "Ich bin stolz auf diese Spieler. Heute sollen sie feiern, ab morgen gilt unsere Konzentration dann nur noch der Admira und dem Cup-Finale am Donnerstag in Klagenfurt."

Heimo Pfeifenberger (WAC-Trainer): "Das große Ziel war, das Spiel zu gewinnen, aber wir waren zu hektisch. Vor allem in die Spitze hatten wir viele Passfehler, und wir haben lange Wege zurückgelegt. Die Mannschaft hatte körperlich schon Defizite, wir hatten jetzt schon einen großen Substanzverlust. Wenn wir griffiger gewesen wären, hätten wir Red Bull schlagen können."

Joachim Standfest (WAC-Außenverteidiger): "Wir können hochzufrieden sein mit dieser Saison, wenn man sich ansieht, wie sich andere Mannschaften schwergetan haben. Wir sind immer eine Truppe, die zwischen Platz vier und sieben ist. Der Verein muss weiterhin schauen, sich in der Bundesliga zu etablieren und sich weiterzuentwickeln. Wir haben in dieser Saison ein paar Mal auch Glück gehabt. Es kann schnell auch in die andere Richtung gehen."

  • Mattersburg – Grödig (2:3):

Ivica Vastic (Mattersburg-Trainer): "Wir haben das ganz anders geplant heute. Wir haben den Beginn verschlafen. Bei Rückstand fangen wir immer an, Fußball zu spielen. Wir haben uns gute Möglichkeiten herausgespielt, aber keine Tore erzielt. Das ist symptomatisch für die ganze Saison. Wir haben 18 Torschüsse gehabt, waren aber nicht präzise genug. Vielleicht haben wir das Spiel zu locker genommen."

Franz Lederer (Mattersburg-Sportdirektor): "Das Spiel heute war symptomatisch für die letzten Spiele. Wir haben uns die Tore selbst geschossen. Die zweite Hälfte war okay. Offensiv sind wir nicht locker genug. In der Sommerpause müssen wir unsere Kräfte sammeln und uns neu orientieren. Bis Mittwoch haben wir noch gar nicht gewusst, wo es hingeht."

Nedeljko Malic (Mattersburg-Verteidiger): "Wir können nur froh sein, dass die Meisterschaft zu Ende ist. Normalerweise müssten wir nach dieser Leistung morgen wieder Training haben und keine Sommerpause."

Peter Schöttel (Grödig-Trainer): "Es war heute eine schwierige Partie, vor allem nach Mittwoch, als der Abstieg besiegelt wurde. Wir wollten uns heute ordentlich verabschieden, das ist uns gelungen. Wir waren die bessere Mannschaft, aber auch Mattersburg hatte sich einige Chancen herausgespielt. Am Schluss waren wir die glücklichere Mannschaft. Das war heute das letzte Spiel als Grödig-Trainer. Wie es mit mir weitergeht, weiß ich noch nicht."

  • Altach – Ried (0:0:

Damir Canadi (Altach Trainer): "Die erste Halbzeit hat mich ziemlich aufgeregt, einige waren nicht auf dem Platz und bereit, ich wollte eigentlich schon nach 20 Minuten tauschen. Letztendlich überwiegt aber das positive Gefühl, dass wir nächstes Jahr wieder in der Bundesliga spielen."

Paul Gludovatz (Trainer Ried): "Das ist ganz sicher ein emotionaler Moment. Ich habe sowohl psychisch als auch physisch sehr viel investiert. Es ist ein bisschen Wehmut dabei, aber die große Erleichterung war, als wir Grödig geschlagen haben. Es hat mir viel Freude gemacht, wie sich die Mannschaft präsentiert hat. Der Siebente Platz ist für heuer eigentlich ein Wahnsinn."

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