Florida: Überreste eines Eiszeit-Bisons freigelegt

16. Mai 2016, 09:00
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Bison antiquus war um ein Viertel größer als seine heute lebenden Nachfahren

Boca Raton – Wo heute die beliebten Touristenziele von Floridas Treasure Coast liegen, grasten einst mächtige Rinder: Forscher der Florida Atlantic University haben in einer schon lange bekannten Fossilienlagerstätte nahe Vero Beach an der Atlantikküste die Überreste eines Bison-Verwandten entdeckt, der vor etwa 13.000 bis 14.000 Jahren lebte.

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Ungefähr drei Meter unter der Oberfläche stießen die Forscher auf Knochen aus dem Pleistozän. Anhand eines Backenzahns konnten sie die Fossilien der Spezies Bison antiquus zuschreiben. Dabei handelt es sich um die direkten Vorfahren der heutigen Bisons, die gleichsam eine geschrumpfte Version ihrer eiszeitlichen Ahnen sind: Mit über viereinhalb Metern Länge und einem Gewicht von eineinhalb Tonnen war Bison antiquus etwa um ein Viertel größer als die heutigen Exemplare. Seine Knochen waren kräftiger und seine Hörner länger.

Obwohl die Tiere die häufigsten großen Grasfresser ihrer Zeit waren, gibt es relativ wenige Fossilien von ihnen. Ursache dafür ist, dass sie typische Graslandbewohner waren, eine Umgebung, in der Fossilien nur in Ausnahmefällen konserviert werden: Etwa wenn ein Tier in einem Wasserloch verendet und von Sedimenten bedeckt wird. (red, 16. 5. 2016)

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