USA und nordische Länder besorgt über russische Militärpräsenz

13. Mai 2016, 22:25
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Treffen mit Staats- und Regierungschefs aus Dänemark, Schweden, Finnland, Norwegen und Island in Washington

Washington – In den USA und den nordischen Ländern wächst die Besorgnis über eine "aggressive russische Militärpräsenz" im baltischen Raum. An einem Dialog und einer Kooperation mit Russland werde festgehalten, sagte US-Präsident Barack Obama am Freitag nach einem Treffen mit Staats- und Regierungschefs aus Dänemark, Schweden, Finnland, Norwegen und Island. Es müsse aber auch klargemacht werden, dass Russlands Militäraktivitäten nicht gegen internationale Übereinkünfte verstießen.

Nach der russischen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim 2014 war auch im Baltikum die Sorge vor einer russischen Intervention gewachsen. In Estland, Lettland und Litauen leben viele Russen. Im vergangenen Monat hatte ein russisches Kampfflugzeug eine Aufklärungsmaschine der US-Luftwaffe abgefangen, die sich auf einem Routineflug über der Ostsee befand. Zudem simulierten russische Jets US-Angaben zufolge ebenfalls in der Ostsee Angriffe in der Nähe eines amerikanischen Kriegsschiffs.

Gipfel im Juli

Die Nato hatte im Februar entschieden, ihre Präsenz in den Nachbarstaaten Russlands aufzustocken. Erwartet wird, dass sich das Militärbündnis bei seinem Gipfel im Juli in Polen mit dem Thema befassen wird.

Seit der Krim-Annexion hat die Allianz in mehreren osteuropäischen und baltischen Ländern kleine Hauptquartiere errichtet sowie die Zahl der Manöver stark erhöht. Über dem Baltikum überwachen Nato-Kampfjets den Luftraum, und in der Ostsee zeigen Nato-Schiffe vermehrt Flagge. Die schnelle Eingreiftruppe wurde auf bis zu 40.000 Soldaten aufgestockt. (Reuters, 13.5.2016)

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