Mumifizierter Fötus in Minisarkophag entdeckt

14. Mai 2016, 13:00
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16 bis 18 Wochen alter Embryo wurde vor rund 2.600 Jahren einbalsamiert, vermutlich eine Fehlgeburt

foto: universität cambridge

Cambridge – Es ist die wohl jüngste Mumie aus dem Alten Ägypten, die Forscher um Julie Dawson (Uni Cambridge) mittels Computertomografien aufgespürt haben. Der überraschende Fund liegt in einem 44 Zentimeter kleine Holzsarkophag, der bereits 1907 in Gizeh ausgegraben wurde. Heute befindet er sich im Besitz des Fitzwilliam Museum der Universität Cambridge und soll in der Ausstellung "Tod am Nil" gezeigt werden.

Die "Durchleuchtung" zeigte nun, dass sich im Sarkophag ein nur 16 bis 18 Wochen alter Fötus befindet, der vor rund 2.600 Jahren einbalsamiert und für die Ewigkeit vorbereitet wurde. Die Forscher gehen davon aus, dass es sich um eine Fehlgeburt handelte, die dennoch mit gekreuzten Armen über der Brust rituell bestattet wurde. Wie damals üblich, wurde die Minimumie in Bänder eingewickelt und mit geschmolzenem Harz übergossen. Ursprünglich hatten die Archäologen gedacht, dass sich Organe im Holzsarg befinden. (red, 14. 5. 2016)

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