Schutz vor Erpressungstrojanern bietet nur ein Backup

13. Mai 2016, 17:55
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Kriminelle erfinden immer neue, perfide Tricks, gegen die Virenscanner machtlos sind

Nie war es leichter, einem Erpressungstrojaner zum Opfer zu fallen, als heute. Ist der Rechner erst mal verschlüsselt, kommt meist jede Hilfe zu spät. Mittlerweile können Behörden, Medien und Krankenhäuser ein Lied davon singen. Wirklich zuverlässigen und praktikablen Schutz vor Trojanern bietet derzeit nur ein gutes Backup, schreibt das Computermagazin c't.

Neue, perfide Tricks

Kriminelle erfinden immer neue, perfide Tricks, gegen die Virenscanner machtlos sind. Die Entschlüsselungssoftware gibt es nur gegen ein Lösegeld, doch selbst die läuft nicht immer fehlerfrei. Der wichtigste Tipp zum Schutz vor Erpressungstrojanern lautet daher: Backups.

"Dabei ist es nicht sinnvoll, alle Daten gleichermaßen zu sichern", schreibt die Zeitschrift, "das ist zu teuer und aufwendig." Man sollte seine Daten lieber nach Wichtigkeit und Ersetzbarkeit sortieren. Die Betriebssystemeinstellungen kann man notfalls auch ohne Backup von Hand wiederherstellen. Die Abschlussarbeit, an der man monatelang gefeilt hat, eher nicht. Und Fotos von den Kindern sind unersetzlich.

Tools helfen

Daher ist es besser, wenn man überhaupt erst mal irgendein Backup erstellt. Open-Source-Programme wie Duplicati machen es selbst dem Laien leicht, die wichtigen Daten zu kopieren, egal ob auf einer externen Festplatte, dem USB-Stick oder in der Cloud. "Wichtig ist dabei nur, dass das Backup für Trojaner unerreichbar ist", betont c't. (red, 13.5. 2016)

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