Admira vor Heldenaugen gegen Rapid und um Europacup

13. Mai 2016, 15:58
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Südstädter wollen rotieren, gegen personell ausgedünnte Hütteldorfer aber trotzdem Platz vier fixieren – Double-Gewinner von 1966 als Ehrengäste

Maria Enzersdorf/Wien – Admira Wacker Mödling steht im Saisonfinish vor zwei Endspielen. Vor dem Cup-Finale am Donnerstag in Klagenfurt gegen Red Bull Salzburg bekommen es die Niederösterreicher in der 36. Fußball-Bundesliga-Runde am Sonntag zu Hause mit Rapid zu tun. Mit einem Sieg hätten die Admiraner gleich den ersten Matchball auf dem Weg zu einem Europacupticket genützt. Das ist auch das erklärte Ziel.

Erst Rapid, dann Salzburg

"Rapid und Salzburg sind die zwei stärksten Mannschaften der Liga, ich gehe aber davon aus, dass wir gute Chancen haben. Ich will beide Spiele gewinnen", sagte Admira-Cheftrainer Ernst Baumeister. "Oberste Priorität hat natürlich das Cup-Finale. Ein Titel ist etwas, das aufscheint, ob man Vierter, Fünfter oder Sechster war, fragt nächstes Jahr keiner mehr", sprach der Wiener Klartext.

Gegen Rapid wird deshalb wohl nicht die beste Formation zum Einsatz kommen. "Wir werden etwas rotieren, dem ein oder anderen Spieler eine Pause geben. Die Möglichkeit, wie Salzburg, eine B-Elf zu bringen, haben wir aber nicht", sagt Baumeister. Rapid ist so etwas wie ein Lieblingsgegner der Südstädter. Die Admira ist zu Hause gegen die Wiener seit 22. Mai 2013 (0:2) ungeschlagen. Inklusive Cup-Viertelfinale gab es zuletzt drei Siege in Folge.

Gute Voraussetzungen

Die Admira, die am Freitag mit dem Erhalt der Lizenz in zweiter Instanz positive Nachrichten erhielt, hat es mit einem Sieg selbst in der Hand, Platz vier zu fixieren. Doch auch ein Remis oder gar eine Niederlage könnte reichen, sollte der Fünfte Sturm Graz nicht bei der Wiener Austria gewinnen. "Ich hoffe, dass die Austria jetzt befreiter spielt", setzt Baumeister auch auf Schützenhilfe seines Ex-Klubs.

Als Vierter würde seine Truppe bereits in der ersten Qualifikationsrunde zur Europa League Ende Juni ins internationale Geschäft einsteigen. Bei einem Cupsieg würde man sich zwei Runden ersparen, erst in der dritten Runde eingreifen.

Die Rapidler konnten in Mattersburg zuletzt eine Serie von vier sieglosen Auswärtsspielen beenden. Zu Hause gegen Altach schrammten die Wiener am Mittwoch beim 1:1 gegen Altach aber nur knapp an einer Niederlage vorbei. "Wir müssen noch einmal alle Kräfte bündeln für die 90 Minuten, die noch anstehen und voll konzentriert und fokussiert ins Spiel gehen", forderte Trainer Zoran Barisic.

Personell pfeifen die Wiener aus dem letzten Loch. Auf die lange Ausfallsliste könnten sich auch noch die angeschlagenen Richard Strebinger und Stefan Schwab gesellen. "Wir sind alle froh, dass eine intensive Saison zu Ende geht. Die wollen wir positiv abschließen", betonte Barisic.

Herzog-Vater stößt an

In der Südstadt werden am Sonntag viele "Helden von 1966" zugegen sein. Seinerzeit hatten die Südstädter mit dem Double ihre letzten großen Titel gewonnen, das Cup-Finale mit einem durch Anton Herzog fixierten 1:0-Sieg gegen Rapid. Der Vater von Rekordnationalspieler Andreas Herzog wird am Sonntag den Ehrenanstoß vornehmen. (APA, red, 13.5. 2016)

Mögliche Aufstellungen:

FC Admira Wacker Mödling – Rapid Wien (Maria Enzersdorf, BSFZ-Arena, live ORF eins, SR Ouschan). Bisherige Saisonergebnisse: 0:2 (a), 2:1 (h), 4:0 (a). ÖFB-Cup-Viertelfinale: 1:0 (a)

Admira: Siebenhandl – Zwierschitz, Lackner, Wostry, Pavic – Ebner, D. Toth – Sax, Knasmüllner, Starkl – Monschein

Ersatz: Kuttin – Maranda, Wessely, Malicsek, Bajrami, Blutsch, Grozurek, Spiridonovic

Es fehlen: Schößwendter (im Aufbautraining), Posch (Fersenprellung), Vastic (im Aufbautraining nach Kreuzbandriss), R. Schicker (Meniskusriss), Maier (Kreuzbandriss)

Rapid: Knoflach – Pavelic, Sonnleitner, Szalai/Schwab/Schrammel, Schrammel/Kovacec – Grahovac, Nutz – Schaub, S. Hofmann, F. Kainz – Jelic

Ersatz: Strebinger – Kuen, Tomi, Prosenik, Alar

Fraglich: Strebinger, Schwab (beide angeschlagen)

Es fehlen: Schobesberger (Sprunggelenksprobleme), Dibon (Oberkieferhöhlenbruch), Auer (Nasenbeinbruch), M. Hofmann (Wadenverletzung), Petsos, Murg (beide Knieverletzung), Stangl (Sprunggelenk), Wöber (Leistenbruch), Novota (bei Amateuren)

  • Die Chefs auf der Admira-Brücke, Ernst Baumeister (rechts) und Oliver Lederer, sehen der Partie gegen Rapid optimistisch entgegen.
    foto: apa/expa/pucher

    Die Chefs auf der Admira-Brücke, Ernst Baumeister (rechts) und Oliver Lederer, sehen der Partie gegen Rapid optimistisch entgegen.

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