Mindestens 19 Tote bei Attentaten nördlich von Bagdad

13. Mai 2016, 15:52
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Gewalt der Terrormiliz IS geht unvermindert weiter

Bagdad – Zwei Tage nach einer schweren Anschlagserie in Bagdad sind bei zwei weiteren Attentaten nördlich der irakischen Hauptstadt mindestens 19 Menschen gestorben. Bei einer Schießerei in dem Ort Balad kamen am Freitagmorgen mindestens 13 Menschen ums Leben. Weitere 25 wurden zum Teil schwer verletzt, als nach Polizeiangaben drei Männer das Feuer auf junge Menschen vor einem Café eröffneten.

Sicherheitskräfte riegelten die Umgebung ab und suchten nach den Angreifern. Diese schlugen später vermutlich noch einmal zu: Zwei Männer, die auch der Schießerei verdächtigt werden, sprengten sich einige Stunden später in der Nähe von Sicherheitskräften in die Luft. Dabei starben außer ihnen vier Menschen – zwei Polizisten und zwei Angehörige einer auf Seiten der Regierung kämpfenden schiitischen Miliz.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich in einer Internet-Botschaft zu der Tat, sprach aber von drei Angreifern. Demnach galt die Tat den schiitischen Milizionären. Die sunnitischen Jihadisten betrachten die Angehörigen der islamischen Konfession als Abtrünnige. Balad wird überwiegend von Schiiten bewohnt und liegt knapp 80 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bagdad.

Am Mittwoch waren bei einer der schwersten Anschlagserien seit Jahren mehr als 90 Menschen in Bagdad ums Leben gekommen. In der Vergangenheit hatte sich der IS regelmäßig zu Anschlägen im Irak bekannt. Die Jihadisten sind zwar durch Offensiven der irakischen Armee und der mit ihr verbündeten US-geführten Militärkoalition unter Druck geraten. Der IS kontrolliert aber immer noch große Teile im Westen und Norden des Landes. (APA, 13.5.2016)

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