Aprilwetter im Mai: Auf Regen folgt Kälte

13. Mai 2016, 15:18
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Tief Yekaterina brachte den Dauerregen – Ab Samstag wird es kalt

Wien – Für intensiven Dauerregen sorgt derzeit Tief Yekaterina, das sich genau über Österreich drehe, wie der Wetterdienst Ubimet am Freitag mitteilte. Schwerpunkte des Niederschlags waren bisher Vorarlberg, Ober- und Niederösterreich sowie Wien. Verbreitet prasselten dort nach Angaben von Ubimet auf jeden Quadratmeter 50 bis 70 Liter Regen vom Himmel, örtlich sogar noch mehr. Nicht nur in der Bundeshauptstadt führten diese großen Regenmengen in den vergangenen 24 Stunden dazu, dass bereits das Monatssoll für den Mai erreicht oder sogar übertroffen wurde.

"Spitzenreiter bisher ist Vöcklabruck in Oberösterreich mit 78 Litern Regen pro Quadaratmeter, dicht gefolgt von Wolfsegg im Hausruck mit 74 Litern", so Ubimet-Meteorologe Josef Lukas. Der Schwerpunkt des Niederschlags liege in den Nordstaulagen von Kufstein bis Windischgarsten, sowie im angrenzenden Flachland Oberösterreichs. Dort seien bis Samstagfrüh verbreitet noch einmal 40 bis 60 Liter zu erwarten. Dagegen sei der Dauerregen weiter östlich zu Ende, in Wien fielen seit Donnerstag bis zu 65 Liter pro Quadratmeter vom Himmel.

Pegel steigen

Der kräftige Regen und die Gewitter haben dafür gesorgt, dass an manchen Orten im Land bereits zur Monatsmitte das Niederschlagssoll für den gesamten Mai erreicht wurde. An den Bächen und Flüssen steigen die Pegel an, stellenweise stehen auch Wiesen und Felder aufgrund der hohen Niederschlagsmengen unter Wasser.

Aprilwetter im Mai

Am Samstag ziehe das regenbringende Tief nach Polen ab, dafür erreiche im Tagesverlauf eine Kaltfront das Land, hieß es von Ubimet. "Hinter dieser Front fließen Luftmassen direkt vom Nordpolarmeer heran, die Eisheiligen machen in diesem Jahr ihren Namen also alle Ehre", sagte der Wetterexperte weiter. "Somit stellt sich ab Pfingstsonntag klassisches Aprilwetter ein, und das mitten im Mai." Das bedeutet: rasche Wechsel von sonnigen Phasen, Wolken und einigen teils kräftigen Regen- und Graupelschauern. In den Morgenstunden sind in den Nordalpen bis auf rund 900 Meter sogar Schneeflocken möglich. Die Höchstwerte verharren bis Dienstag deutlich unter der 20-Grad-Marke, wirklich stabiles Hochdruckwetter ist auch danach trotz langsam ansteigender Temperaturen nicht in Sicht. (red, 13.5.2016)

  • Das Wetter lädt zu langem Ausschlafen und zum Faulenzen ein.
    foto: dpa-zentralbild/patrick pleul

    Das Wetter lädt zu langem Ausschlafen und zum Faulenzen ein.

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