Alles oder nichts: LASK gastiert in St. Pölten

12. Mai 2016, 17:37
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Glasner: "Schon ein Punkt ist zu wenig für uns" – St.-Pölten-Trainer Daxbacher: "Können mit einem Sieg fast alles klarmachen"

St. Pölten/Linz – In der drittletzten Runde der Ersten Liga kommt es am Freitagabend (20.30 Uhr, live ORF Sport + und Sky) zum großen Schlager zwischen Tabellenführer SKN St. Pölten und dem drei Punkte zurückliegenden LASK. Die Gäste stehen laut Coach Oliver Glasner "in diesem richtigen Endspiel unter Siegzwang", um die Aufstiegschance in die Bundesliga zu wahren. "Schon ein Unentschieden ist zu wenig für uns, denn ich gehe davon aus, dass St. Pölten die letzten beiden Spiele in Wiener Neustadt und zu Hause gegen Schlusslicht FAC nicht mehr verlieren wird."

Glasner muss in der Innenverteidigung auf den gesperrten Christian Ramsebner verzichten. Die Situation in der LASK-Abwehrzentrale könnte sich noch zusätzlich verschärfen, da Felix Luckeneder mit Magen-Darm-Problemen kämpft. "Hinter seinem Einsatz steht ein Fragezeichen, in der Innenverteidigung sind wir damit eher dünn besetzt", sagte Glasner am Mittwochabend. Auch Rechtsverteidiger Michael Lageder klagt über Magen-Darm-Probleme, während Christopher Drazan mit Knieproblemen zu kämpfen hatte und damit ebenfalls fraglich war. Dafür konnte Fabiano wieder voll mit der Mannschaft trainieren.

Glasners Not ist Daxbachers Luxus

St.-Pölten-Trainer Karl Daxbacher kann dagegen aus dem Vollen schöpfen. Den 3:1-Sieg des LASK am Dienstagabend gegen Austria Salzburg – die Partie fand wegen der Stadionprobleme der Salzburger in St. Pölten statt – hat er am Mittwochabend noch einmal genau analysiert. "Der LASK versucht in fast jeder Phase des Spiels zu pressen und möglichst schnell nach vorne zu spielen. Da hat man Red-Bull-Anleihen genommen." Glasner war einst Co-Trainer bei Red Bull Salzburg.

"Beide Mannschaften sind durch Standards stets gefährlich, verfügen über ein gutes Spiel mit dem Ball und sind auch im Konter stark. Sie können alles bedienen, um erfolgreich Fußball zu spielen, nicht umsonst haben wir und St. Pölten so viele Punkte gemacht und im Frühjahr sehr, sehr konstant gespielt", meinte Glasner. "Es bedarf also wie schon im letzten Heimspiel gegen St. Pölten (2:0, Anm.), da haben sie sich kaum entfalten können, einer Topleistung, um wieder zu gewinnen."

Auch Daxbacher erwartet ein schweres Spiel, in dem der Druck auf den Gästen liegt. "Der LASK muss gewinnen, weil wir uns in der besseren Position befinden. Wir können mit einem Sieg fast alles klar machen", erklärte der 63-Jährige, dessen Team in der heimischen NV Arena sicher nicht auf Unentschieden spielen wird. "Denn so etwas ist sehr gefährlich." In den bisherigen Saisonduellen setzte sich immer das Heimteam durch, der LASK gewann 1:0 und 2:0, St. Pölten 1:0. Mit 71 Punkten nach 33 Runden können die Niederösterreicher sogar noch den Punktrekord der Admira (1999/2000) und der SV Ried (2004/05), die jeweils mit 77 Zählern den Aufstieg schafften, übertreffen. (APA, 12.5.2016)

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    foto: apa/punz
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