Stimmungsaufheller Kern

Einserkastl12. Mai 2016, 18:05
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Der künftige Kanzler wird beim Verbessern des unternehmerischen Klimas ansetzen müssen

Vorschlag an den Duden: Das Synonym für "kleinkariert" könnte künftig nicht mehr "Pepita", sondern "Lopatka" lauten. Der ÖVP-Klubobmann glaubt, dass es politisch etwas bringt, wenn er als Erstes den designierten SPÖ-Kanzler Christian Kern als "teuren ÖBB-Manager" diffamiert.

Die Volkspartei hat derzeit keinen Grund, auf ihre Wirtschaftskompetenz wahnsinnig stolz zu sein. Hans Jörg Schellings Steuertarifsenkung hat das Problem, dass die Gegenfinanzierung pfeilgerade die mittelständische Klientel der ÖVP trifft.

Und was die überwiegend schwarzen Landeshauptleute sich im Zuge des Finanzausgleichs an Geldverbrennung leisten, fehlt bei sinnvollen Investitionen (etwa in die Forschung).

Um fair zu sein: Vieles, was wirtschaftspolitisch sinnvoll gewesen wäre, wurde in der Koalition durch Kanzler Faymann und seine Berater von der parteiinternen Umverteilungsfraktion abgeblockt. Das hatte vor allem atmosphärische Auswirkungen: Die Stimmung in den Unternehmen ist schlecht. Auch deswegen, weil sie sich nicht genügend unterstützt fühlen.

Das wird auch das Feld sein, in dem der neue Kanzler-Manager Christian Kern am ehesten ansetzen wird müssen und können: beim Verbessern des unternehmerischen Klimas. Kern, der sich ja mit PR sehr, sehr gut auskennt, wird zunächst einmal hier Leadership zeigen müssen. (Hans Rauscher, 12.5.2016)

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