Vier Tote bei mutmaßlicher Explosion in Südosttürkei

12. Mai 2016, 23:01
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Türkische Regierung: PKK-Kämpfer verluden Sprengstoff

Diyarbakir – Bei einer Explosion nahe der südosttürkischen Kurdenmetropole Diyarbakir sind nach Angaben aus der türkischen Regierung vier Menschen getötet worden. Zu der Detonation sei es am Donnerstagabend gekommen, als Kämpfer der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK Sprengstoff auf einen gestohlenen Lastwagen geladen hätten, hieß es aus dem Innenministerium in Ankara.

Mindestens zehn Menschen seien bei dem Vorfall in Sarikamis rund 15 Kilometer entfernt von Diyarbakir verletzt worden. Zu der Detonation sei es an einer Straße in der Nähe des Ortes Hani gekommen. Die starke Explosion war noch kilometerweit zu hören. Krankenwagen eilten zum Unglücksort. Die PKK verübt in der Region immer wieder Bombenanschläge auf Sicherheitskräfte, die dort ihrerseits mit großangelegten Operationen gegen die Organisation vorgehen.

Kurz zuvor waren bei einem Autobombenanschlag in Istanbul nahe einer Militäreinrichtung sieben Menschen verletzt worden. Einen solchen Anschlag hatte es am Dienstag auch auf ein Polizeifahrzeug im südosttürkischen Diyarbakir gegeben, drei Menschen starben. Hinter einer ähnlichen Attacke in derselben Provinz eine Woche zuvor wurden kurdische Extremisten vermutet.

Seit dem Zusammenbruch eines zweieinhalb Jahre geltenden Waffenstillstands im vergangenen Sommer gibt es im überwiegend von Kurden bewohnten Südosten der Türkei regelmäßig Gefechte zwischen Armee und Rebellen der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei. (APA, 12.5.2016)

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