Britische Regierung will neue Aufsicht für BBC

12. Mai 2016, 15:19
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Öffentlicher Rundfunk soll von Behörde kontrolliert werden

London – Die britische Regierung will eine neue Aufsicht für den öffentlich-rechtlichen Rundfunksender BBC. Kulturminister John Whittingdale legte am Donnerstag einen Bericht zum 1922 gegründeten Unternehmen vor, den die Regierung etwa einmal im Jahrzehnt veröffentlicht. "Die BBC ist eine der größten Institutionen des Landes", sagte Whittingdale im Parlament.

Es sei vorrangiges Ziel, sicherzustellen, dass die BBC weiter Erfolg haben könne in einer Medienlandschaft, die sich in den vergangenen zehn Jahren bis zur Unkenntlichkeit verändert habe.

Ersatz der BBC-Stiftung

Die Regierung will der BBC eine neue Aufsicht verpassen, die die BBC-Stiftung ersetzen solle. Zudem sollen die Gehälter der bestbezahlten Mitarbeiter veröffentlicht werden. Allerdings beschnitt die Regierung nicht Größe und Aufgabengebiet des Unternehmens, wie es Teile der Belegschaft gefürchtet hatten. Einige der größten BBC-Stars hatten Regierungsvertretern jüngst vorgeworfen, sie bedrohten die Unabhängigkeit des Senders.

Reichweite: 97 Prozent der Briten

Die BBC erreicht nach Schätzungen mit ihren Diensten pro Woche 97 Prozent der Briten. Der Rundfunksender finanziert sich über ein garantiertes Einkommen von 3,7 Milliarden Pfund (rund 4,3 Milliarden Euro), das von einer Rundfunkgebühr aller Fernseh-Haushalte stammt. Die BBC wehrt sich gegen Veränderungen, die ihrer Beliebtheit schaden könnten. Kritiker hingegen halten den Sender für eine aufgeblasene Organisation, die der Konkurrenz ein Schnäppchen schlägt – etwa weil sie auf ihrer Online-Seite kostenlose und umfangreiche Nachrichten veröffentlicht. Dies erschwert die Bemühungen von privatwirtschaftlichen Rivalen, mit journalistischen Inhalten im Internet Geld zu verdienen. (APA/Reuters, 12.5.2016)

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