Sonja Wehsely und Jörg Leichtfried als Minister im Gespräch

12. Mai 2016, 14:23
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Die Wiener Gesundheitsstadträtin könnte Kanzleramtsministerin werden, der steirische Landesrat Infrastrukturminister

Wien – Nach der Nominierung von ÖBB-Manager Christian Kern zum neuen SPÖ-Chef gilt es als wahrscheinlich, dass der künftige Kanzler einige Minister austauschen wird. Wiens Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely könnte STANDARD-Informationen zufolge Kanzleramtsministerin werden und sich in dieser Funktion vor allem um das Flüchtlingsthema – also um Integration und Asylpolitik – kümmern.

Nach außen hin kann Kern den Regierungskurs in der Asylpolitik nicht ändern, mit Wehsely könnte aber nach innen ein Signal gesendet werden. Wehsely würde damit den bisherigen Kanzleramtsminister Josef Ostermayer ablösen, einen engen Vertrauten des zurückgetretenen Werner Faymann.

Klug soll für Leichtfried weichen

Laut "Presse"-Informationen ist Wehsely auch noch als Gesundheitsministerin im Gespräch – für den Fall, dass Sozialminister Alois Stöger aus der Regierung ausscheiden muss und die derzeitige Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser das Sozialressort übernimmt. Offiziell sagt Wehsely dazu nur: "Mit mir hat niemand geredet." Insider bezweifeln allerdings, dass die Wiener Gesundheitsstadträtin auch das Ministerium übernehmen würde. Denn sowohl was Budget als auch was Kompetenzen betrifft, wäre das ein Abstieg für sie.

Das Infrastrukturministerium von Gerald Klug soll "mit hoher Wahrscheinlichkeit" der steirische Landesrat und frühere Europaabgeordnete Jörg Leichtfried übernehmen, heißt es aus der SPÖ. Bestätigungen der Ministerrochaden stehen noch aus. (red, 12.5.2016)

  • Wiens Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely könnte Kanzleramtsministerin werden.
    foto: apa

    Wiens Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely könnte Kanzleramtsministerin werden.

  • Jörg Leichtfried soll Infrastrukturminister werden.
    foto: apa/scheriau

    Jörg Leichtfried soll Infrastrukturminister werden.

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