EM 2016: ORF zeigt 250 Stunden Live-Fußball

12. Mai 2016, 14:10
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Täglich von der ÖFB-Pressekonferenz bis zum Ende des Spätabendspiels – Mehr als 370 Public Viewings landesweit bewilligt

Wien – Der ORF hat am Donnerstag in Wien seinen Fahrplan für die Fußball-EM in Frankreiche vorgestellt, rund 250 Stunden Liveberichterstattung stehen ab 10. Juni an. Zusätzlich wird es österreichweit mehr als 370 Public Viewings geben.

Täglich will der ORF rund zwölf Stunden Berichterstattung bieten. Das beginnt in der Regel mit der Pressekonferenz aus dem Quartier des ÖFB-Teams in der Provence oder einem EM-Studio um 11.55 Uhr. Die meistens drei Tagesspiele während der Gruppenphase werden live übertragen. Das erste Spiel beginnt um 15 Uhr, das zweite um 18 Uhr und das dritte um 21 Uhr. Nach dem nächtlichen Abpfiff folgt meist noch ein Studio. Pausen werden mit Dokus zum Thema überbrückt, am ersten ÖFB-Spieltag etwa über das traditionsreiche Duell mit Ungarn, das nun wieder ansteht.

ATV zeigt Parallelspiele an letztem Gruppenspieltag

Einzige Ausnahme ist die letzte Runde der Gruppenphase, bei der die Spiele einer Gruppe jeweils zur selben Uhrzeit angepfiffen werden. Das zweite Spiel überträgt dabei ATV, das vom ORF dafür eine Sublizenz erhalten hat. Im ORF gibt es am Ende des Tages Zusammenfassungen der Parallelspiele.

Kommentieren werden für den ORF Oliver Polzer, Thomas König, Boris Kastner-Jirka, Michael Roscher, Dietmar Wolff und Michael Bacher. Moderatoren im Pariser Studio und in der Außenstelle beim Team in Mallemort sind Rainer Pariasek, Bernhard Stöhr und Alina Zellhofer. Als Reporter sind neben Peter Brunner, Roland Hönig und Toni Oberndorfer mit Kristina Inhof und Caroline Pflanzl erstmals zwei Frauen im Einsatz. Herbert Prohaska und Helge Payer analysieren vom Spielfeldrand, Roman Mählich untersucht Taktiken, unterstützt von Thomas Eidler. Peter Hackmair macht sich im Teamquartier schlau und berichtet als Pitch-Reporter vom Spielfeldrand. Für Regelkunde ist Schiedsrichter Thomas Steiner von Wien aus zuständig.

Auf Ö3 gibt es Live-Einstiege, Ö1 und FM4 bieten Reportagen, auch die regionalen Stationen kümmern sich um die EM. Als Neuerung nannte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz, dass auch zwei ORF.at-Sportredakteure in Frankreich unterwegs sein werden. Er sprach von "einem der größten Sportereignisse, die wir jemals übertragen haben".

Fernsehdirektorin Kathrin Zechner zeigte sich besonders über das EM-Studio in Paris begeistert, das sich der ORF mit Kollegen aus Großbritannien und Schweden teilt. Der Blick geht direkt über die Fanmeile zum Eiffelturm. "Nichts für Schwindelfreie", so Zechner über das Studio in zwölf Metern Höhe. Aus vier Kameras wird dort berichtet, zweiter permanenter TV-Hotspot ist der Übertragungswagen beim Teamquartier. Wenn das ÖFB-Team spielt, ist auch dort ein Übertragungswagen positioniert. Erstmals bei einer EM im Einsatz sind mobile Kamerateams, die per neuer Netzwerktechnologie live nach Wien senden können.

Mehr als 370 Public Viewings lizenziert

Rekordverdächtig ist die Zahl der Public Viewings: Landesweit sind mehr als 370 lizenziert. Der ORF hat in Österreich für die Uefa die Lizenzierung übernommen. Die größten Events: In Wien sind es die Fanarena am Rathausplatz, die Strandbar Herrmann und die ebenfalls von der Strandbar bespielte Seestadt sowie das FM4-Public-Viewing im WUK und die Arena am Hauptbahnhof in Kooperation zwischen ÖBB und Radio Wien.

In Niederösterreich kann man am Rathausplatz in St. Pölten öffentlich schauen, in Oberösterreich am Urfahraner Jahrmarkt in Linz. In Salzburg ist es in der Stadt Salzburg der Volksgarten, in Tirol der Innsbrucker Sparkassenplatz, in Vorarlberg der Marktplatz und die Eisengasse in Dornbirn. Das größte steirische Public Viewing befindet sich am Grazer Karmeliterplatz, in Kärnten findet der größte Event am Neuen Platz in Klagenfurt und im Burgenland in der Fußgängerzone der Eisenstädter Hauptstraße statt. (APA, 12.5.2016)

  • ORF-Kameramann vor Beginn eines Bundesliga-Spiels im Mattersburger Pappelstadion.
    foto: apa/herbert pfarrhofer

    ORF-Kameramann vor Beginn eines Bundesliga-Spiels im Mattersburger Pappelstadion.

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