"Uncharted 4": Höchstwertungen für die neue Abenteuer-Referenz

13. Mai 2016, 09:33
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Nathan Drakes letzte Schatzsuche scheint den Kritikern sehr zu gefallen

Naughty Dogs Action-Adventure "Uncharted 4: A Thief's End" ist laut dem Rezensionsaggregator Metacritic eines der bislang bestbewerteten neuen Spiele dieser Konsolengeneration. Nathan Drakes letztes Abenteuer muss sich lediglich von den HD-Remakes der Hits "GTA 5" und "The Last of Us" geschlagen geben, deren Originale bereits für die Vorgängerkonsolen erschienen sind.

Damit sieht sich "Uncharted 4" zweieinhalb Jahre nach dem Marktstart der PS4 in bester Gesellschaft mit hochkarätigen Werken wie "Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain", "The Witcher 3: Wild Hunt" oder "Bloodborne". Herausgeber Sony dürfte sich speziell über die hohen Wertungen freuen, da das Action-Adventure nicht zuletzt auch für frische Konsolenverkäufe sorgen soll.

Schwer vergleichbar

"Das ist eine der komplettesten Action-Kampagnen aller Zeiten und es setzt einen neuen Qualitätsmaßstab dafür, was in dem Genre möglich ist", schreibt die Seite Giant Bomb. "Wir heben unsere Fünf-Sterne-Wertungen für Spiele auf, von denen wir glauben, dass sie jeder erleben sollte, die in einigen Bereichen so interessant oder eindrucksvoll sind, dass sie jegliche Limitierungen oder Bedenken bezüglich des Genres vergessen lassen. 'Uncharted 4' ist mit Sicherheit in dieser Kategorie angesiedelt", schließt der Guardian. "In Bezug auf das Skript, das Design und das Verständnis darüber, was Spiele einzigartig macht, ist 'Uncharted 4' etwas zu dem man aufsieht. Es ist eine strahlende Referenz. Und wir werden noch Jahre später darüber sprechen", meint Gamespot.

Wie viel ein Metacritic-Score abseits kommerzieller Interessen wert ist, ist gewiss eine Frage der Betrachtungsweise. So lassen sich inhaltlich derartig divergierende Spiele per se schwer miteinander vergleichen. Dass "Uncharted 4" eine Topwertung erhält, hat für Rollenspieler oder Jump'n'Run-Fans wohl weniger Bedeutung, als für Anhänger von Action-Adventures. Insofern dürfte für Genrefreunde vermutlich interessanter sein, in welchem Bereich ein direkter Konkurrent wie "Rise of the Tomb Raider" (Metascore: 86) rangiert. Ebenso schwierig macht Metacritic selbst die Gewichtung, da Spielewertungen plattformspezifisch gesammelt werden und es dadurch zu unterschiedlichen Gesamteindrücken kommen kann.

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Video: Wir spielen "Uncharted 4"

Ein Frage der Zeit

Naughty Dog scheint mit "Uncharted 4" in jedem Fall ein würdiger Abschluss von Nathan Drakes Schatzsucherei gelungen zu sein, der sich qualitativ klar an die Spitze der vier Hauptwerke reiht. Wenngleich der zweite Teil zum Erscheinungszeitpunkt für viele Kritiker gewiss eine größere Überraschung darstellte, was sich auch im Metacore von 96 Punkten niederschlägt. "Es ist eine bemerkenswerte Leistung in Sachen Blockbuster-Erzählung und grafischer Schönheit. Es wird allerdings etwas von einem Mangel an Innovationen und Selbstgefälligkeit zurückgehalten, speziell der dritte Akt zieht sich zu lang", kritisiert IGN.

"'A Thief's End' ist das bislang beste 'Uncharted' und liefert eine Geschichte ab, von der ich nicht wollte, dass sie endet, und ein Abenteuer, dass in einem Wahnsinnsfinale kulminiert", schreibt GameInformer. "Der Wow-Faktor der Welt, die unter Drakes Füßen explodiert, ist in den Jahren nach 'Uncharted 2' etwas verflogen, aber diese Momente sind nach wie vor effektiv und ein echtes Vorzeigewerk für das exzellente Handwerk des Entwicklers."

Letztendlich kann keine Zahl die alles entscheidende Frage beantworten: Wie gefällt Ihnen das Spiel? (zw, 13.5.2016)

  • Nathan Drakes letztes Abenteuer gefällt den Kritikern.
    foto: uncharted 4

    Nathan Drakes letztes Abenteuer gefällt den Kritikern.

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