Sharp 2015/16 mit mehr Verlust, schwächere iPhone-Nachfrage belastet

12. Mai 2016, 11:43
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Chinesische Foxconn übernimmt japanischen Traditionskonzern

Der japanische Elektronikkonzern Sharp ist wegen der geringeren Nachfrage nach iPhones seines Kunden Apple und fallenden Displaypreisen tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Der Nettoverlust stieg im vergangenen Geschäftsjahr 2015/16 bis Ende März von zuvor umgerechnet 1,78 auf 2,05 Mrd. Euro, teilte Sharp am Donnerstag mit. Operativ stieg der Verlust um mehr als das Dreifache auf 1,3 Mrd. Euro.

Starke Konkurrenz aus China und Südkorea

Sharp ist wegen der starken Konkurrenz aus China und Südkorea in Schieflage geraten. Nach zähen Verhandlungen übernimmt nun der Apple-Zulieferer Foxconn den Traditionskonzern. Die Taiwaner zahlen umgerechnet gut 3 Mrd. Euro für zwei Drittel an Sharp. Es ist bereits die dritte Geldspritze für den Konzern innerhalb von vier Jahren.

Foxconn-Vizechef Tai Jeng-wu soll neuer Präsident von Sharp werden, wie das Unternehmen weiter mitteilte. Damit hat erstmals ein Manager bei Sharp das Sagen, der von außen kommt. Er spielte eine wichtige Rolle in den Verhandlungen von Foxconn mit Sharp, so Insider. Der scheidende Sharp-Chef Kozo Takahashi sagte, die Übernahme solle bis Ende Juni unter Dach und Fach sein. (APA, 12.5. 2016)

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