13-jähriger Grazer starb nach "Würgespiel"

12. Mai 2016, 10:10
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Versuch, sich an der Grenze zur Ohnmacht einen "Kick" zu holen – Nach mehreren Tagen im Spital gestorben

Graz – Bei einem sogenannten Würgespiel ist ein 13-jähriger Schüler aus Graz ums Leben gekommen. Der Vorfall ereignete sich bereits vor einer Woche im Elternhaus des Buben, er wurde im Krankenhaus betreut. Am Mittwoch wurde die Leitung des Grazer Gymnasiums vom Tod des Buben informiert, erklärte der Landesschulrat und bestätigte damit eine Meldung der "Kleinen Zeitung".

Der Schüler der dritten Klasse hatte sich daheim bei dem Versuch, sich an der Grenze zur Ohnmacht einen "Kick" zu holen, mit einem Schal stranguliert. Familienmitglieder hatten den Buben, der sich seine Halsschlagader abgedrückt hatte, gefunden und reanimiert. Im Spital wurde er noch tagelang betreut, bis er seinen Verletzungen erlag.

Laut Josef Zollneritsch, dem leitenden Schulpsychologen im Landesschulrat für die Steiermark, sind aus den vergangenen Jahren keine ähnlich gelagerten Fälle bekannt. "Wir können hier nicht von einem Trend sprechen, aber es kann natürlich im Einzelfall vorkommen", sagte Zollneritsch.

Beim "Ohnmachtspiel" wird durch freiwillig herbeigeführte Strangulation, Zusammenpressen des Brustkorbs, Hyperventilation oder auch Atmen gegen Widerstand eine kurze Ohnmacht herbeigeführt, die in einen euphorisierenden Zustand münden kann. Was den experimentierenden Jugendlichen oft nicht bewusst sein dürfte ist, dass das "Spiel" auch tödliche Konsequenzen haben kann, wie Zollneritsch zu bedenken gab. (APA, 12.5.2016)

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