Mexiko: Zehntausende Binnenflüchtlinge wegen Kriegs gegen Drogen

12. Mai 2016, 07:21
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Schätzungen belaufen sich auf 35.000 bis 130.000 Menschen

Mexiko-Stadt – Zehntausende Menschen fliehen vor der Gewalt in Mexiko aus ihren Heimatorten. Angesichts des Drogenkriegs zwischen Verbrechersyndikaten und staatlichen Sicherheitskräften gebe es in dem lateinamerikanischen Land mindestens 35.000 Binnenflüchtlinge, teilte die Nationale Menschenrechtskommission am Mittwoch mit. Die Zahl könne aber noch viel höher sein.

Internationale Organisationen schätzten die Zahl der Vertriebenen auf über 130.000. Am meisten Binnenflüchtlinge gibt es demnach in den Bundesstaaten Chiapas, Guerrero, Michoacan, Sinaloa, Tamaulipas und Jalisco. Diese Regionen leiden besonders unter gewalttätigen Konflikten. "Es kann niemandem entgangen sein, dass diese Menschen mit Gewalt vertrieben wurden, teilweise ganze Dörfer", sagte Kommissionspräsident Luis Raul Gonzalez. (APA, dpa, 12.5.2016)

  • Immer wieder verschwinden in Mexiko Menschen. Am Muttertag versammelten sich Tausende, um auf die Verbrechen aufmerksam zu machen.
    foto: reuters/henry romero

    Immer wieder verschwinden in Mexiko Menschen. Am Muttertag versammelten sich Tausende, um auf die Verbrechen aufmerksam zu machen.

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