Mattersburg rettet sich gegen Sturm ins Trockene

11. Mai 2016, 22:56
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Auswärtsremis sicherte Burgenländern Klassenerhalt – Späte Tore vor den Augen von Ivan Osim

Graz – Sturm Graz ist im letzten Saisonheimspiel in der Fußball-Bundesliga gegen Mattersburg nicht über ein 1:1 (0:0) hinausgekommen. Damit haben die Steirer nicht nur endgültig den Kampf um Platz drei verloren, sondern müssen auch um Rang vier zittern. Die Mattersburger dürfen sich dagegen wie Sieger fühlen, denn ihr Abstieg ist endgültig kein Thema mehr.

Die Burgenländer sind durch den Punktgewinn aus eigener Kraft gerettet, das 1:2 von Absteiger Grödig gegen Salzburg ist bedeutungslos. Sturm sah nach einem Eigentor von Manuel Prietl (79.) bereits wie der Sieger aus, ehe Nedeljko Malic (91.) mit dem ersten Mattersburg-Tor nach 664 Minuten noch für den verdienten Ausgleich sorgte.

Vor der Partie gratulierten die Sturm-Fans ihrem ehemaligen Erfolgstrainer Ivan Osim mit viel Applaus und einem Transparent nachträglich zum 75. Geburtstag. Der Jubilar nahm die Beifallsbekundungen begleitet vom Clubvorstand gerührt auf dem Spielfeld entgegen.

Osims langjähriger Kapitän Ivica Vastic musste in der Mattersburger Startformation Tormann-Trainer Martin Böcskör aufbieten, weil der als Ersatz für den gesperrten Markus Kuster vorgesehene Markus Borenitsch wegen einer Muskelverletzung fehlte. Bereits in der dritten Minute näherte sich Sturm dem Gehäuse der Burgenländer gefährlich an, ein Weitschuss von Charalampos Lykogiannis verfehlte das Kreuzeck nur knapp.

Das war aber nicht der Startschuss für eine Offensivgala der Steirer, denn in weiterer Folge liefen sie sich zumeist in der Abwehr der Gäste fest. In Strafraumnähe mangelte es ihnen an Passgenauigkeit und Kreativgeist. Für den größten Aufreger vor der Pause sorgte ein zurecht aberkanntes Abseitstor von Andreas Gruber (35.), der wenig später auch noch mit einem Schuss Böcskör prüfte. Auch auf der Gegenseite musste Sturm-Goalie Michael Esser nur selten eingreifen.

Gerecht

Nach Wiederbeginn war es zunächst der Nachzügler, der mehr Druck ausübte. Esser musste einen guten Freistoß von Patrick Bürger (49.) parieren und kurz darauf einen Flachschuss von Prietl (51.) in extremis mit dem Fuß abwehren. Dazwischen sorgte Bright Edomwonyi auf der anderen Seite mit einem zu harmlosen Schuss für Entlastung.

Franco Foda reagierte auf den durchwachsenen Beginn seiner Truppe mit zwei Wechseln. Der Sturm-Coach brachte ab der 54. Minute den demnächst nach Deutschland zurückkehrenden Donis Avdijaj für Sascha Horvath und Kristijan Dobras für Andreas Gruber. Avdijaj stellte sich gleich mit einem Torschuss ins kurze Eck ein, scheiterte aber an Böcskör. Im Griff hatten die Steirer die Partie aber weiterhin nicht, weil Mattersburg gut dagegenhielt und auch offensiv Akzente setzte.

Das vermeintliche Goldtor gelang Sturm in der 79. Minute. Lykogiannis köpfelte nach einer Offenbacher-Ecke Alois Höller an, über dessen Oberschenkel der Ball an Esser vorbei in Richtung Tor sprang, wo ihn Prietl mit einem gescheiterten Rettungsversuch endgültig im Netz versenkte. Mit Ablauf der regulären Spielzeit war Bürger mit einem Freistoß, den Esser stark parierte, bereits knapp am Ausgleich dran. Der folgende Eckball brachte dann durch einen Kopfball aus kurzer Distanz von Malic doch noch das leistungsgerechte 1:1.

Für Sturm geht es damit am Sonntag auswärts gegen die Austria nur noch um den vierten Platz, den derzeit mit zwei Punkten Vorsprung die Admira innehat. Die Niederösterreicher (2:1 gegen den WAC) empfangen zum Abschluss Vizemeister Rapid. Rang vier berechtigt nur beim Cupsieg von Meister Salzburg gegen die Admira zur Teilnahme am Europacup. (APA, 11.5.2016)

SK Sturm Graz – SV Mattersburg 1:1 (0:0). Graz, Merkur Arena, 7.326. SR Schärer/SUI.

Tore: 1:0 (79.) Prietl (Eigentor), 1:1 (91.) Malic

Sturm: Esser – Kayhan (77. Stankovic), Avlonitis, Spendlhofer, Lykogiannis – Kamavuaka, Offenbacher – Schick, Horvath (54. Avdijaj), Gruber (54. Dobras) – Edomwonyi

Mattersburg: Böcskör – Höller, Mahrer, Malic, Novak – Jano – Sprangler (76. Fran), Röcher (81. Ertlthaler), Prietl – Pink (61. Templ), Bürger

Gelbe Karten: Lykogiannis bzw. Novak

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