Kein Wunder: Grödig ist Geschichte

11. Mai 2016, 20:31
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Abstieg mit 1:2-Heimniederlage gegen Meister Salzburg besiegelt – Das desaströse Frühjahr in Zahlen: Schöttel-Truppe holte nur neun von 45 Punkten

Grödig – Der Meister delogiert Grödig: Die Mannschaft von Trainer Peter Schöttel verlor am Mittwochabend ihr Heimspiel gegen Red Bull Salzburg verdientermaßen 1:2 (1:1) und steigt damit nach drei Jahren aus der Bundesliga ab. Es ist das Ende eines grausamen Frühjahrs, in dem nur neun von 45 möglichen Punkten geholt wurden. Nur falls die Admira keine Lizenz für die Saison 2016/17 bekommen sollte, würde Grödig erstklassig bleiben.

Doch dieser letzte Hoffnungsschimmer könnte schon am Freitag schwinden, falls das Protestkomitee den Niederösterreichern die Lizenz in zweiter Instanz erteilen sollte. Gegen Salzburg ging das Schlusslicht zwar entgegen dem Spielverlauf durch Daniel Schütz in der 15. Minute in Führung, doch Takumi Minamino (31.) und Dimitri Oberlin (72.) sorgten aber noch für den hochverdienten Erfolg der Gäste. Selbst bei einem Sieg wäre Grödig aber nicht mehr zu retten gewesen, da sowohl Mattersburg (1:1 bei Sturm) als auch Altach (1:1 bei Rapid) punkteten.

Jung, hungrig

Salzburgs Meistertrainer Oscar Garcia schickte eine extrem junge Startelf – sieben Spieler unter 21 Jahren – in die Partie, die diese über weite Strecken klar dominierte. Doch das erste Tor schossen die Grödiger quasi aus dem Nichts: Nach einem Schmitz-Schnitzer wurde Schütz von Roman Wallner per Lochpass ideal bedient und traf durch die Beine von Ersatztormann Cican Stankovic, der erstmals seit 13. Dezember wieder spielte, zum 1:0.

Nur eine Minute später hatten die Grödiger Riesenglück, als Itter fast ein Eigentor schoss und nur die Stange das 1:1 verhinderte (16.). Auch ein Oberlin-Schuss zischte knapp am langen Eck vorbei (20.). Und so kam Grödig fast zum 2:0. Nach einem Miranda-Fehler erkämpfte sich Schütz den Ball und spielte weiter zu Rasner, der jedoch an Stankovic scheiterte (25.).

Nach 30 Minuten gelang dann aber den Bullen der hochverdiente Ausgleich. Nach einem Abschlag von Rene Swete befand sich die gesamte Grödig-Mannschaft in der Vorwärtsbewegung und verlor den Ball, der von Oberlin ideal zu Minamino weitergeleitet wurde. Der Japaner startete von der Mittellinie unwiderstehlich durch und besorgte eiskalt das 1:1. Kurz vor der Pause hatte Oberlin gar die Führung auf dem Fuß, scheiterte aber an Swete.

Kein Wunder

In dieser Tonart ging es nach dem Wechsel weiter, als sich der Grödig-Torhüter bei einem Schuss von Hany Mukhtar erneut auszeichnete (53.). Auch auf der Gegenseite blieb Stankovic im Duell mit Wallner Sieger (56.), aber von einem wirklichen Aufbäumen des Schlusslichts war nichts zu merken. Dadurch hatten die Gäste leichtes Spielen und gingen nach einer Balleroberung von Mukhtar gegen Dominik Baumgartner durch Oberlin, der aus extrem spitzem Winkel ins lange Eck traf, in Führung.

In der Folge hätte Mukhtar nach Stanglpass des soeben eingewechselten David Atanga auf 3:1 stellen müssen (80.). Auch Atanga selbst ließ eine Topchance aus (84.). Die beste Ausgleichsmöglichkeit resultierte aus einem Freistoß von Roman Kerschbaum, bei dem sich Stankovic auszeichnete (90.). (APA, red, 11.5.2016)

Bundesliga, 35. Runde, Mittwoch

SV Grödig – Red Bull Salzburg 1:2 (1:1)
Goldberg-Stadion, 2.200 Zuschauer, SR Jäger

Tore:
1:0 (15.) Schütz
1:1 (31.) Minamino
1:2 (72.) Oberlin

Grödig: Swete – Itter, Maak, Baumgartner (79. Grubeck), Strobl – Brauer – Ofosu, Völkl (46. Denner), Rasner (57. Kerschbaum), Schütz – Wallner

Salzburg: C. Stankovic – Schwegler (65. Keita), Miranda, Caleta-Car, Lainer – Minamino, Schmitz, Schlager, Hwang (65. Bernardo) – Mukhtar – Oberlin (79. Atanga)

Gelbe Karten: Maak bzw. Miranda

  • Peter Schöttel hat Grödig in die zweite Liga geführt.
    foto: apa/krug

    Peter Schöttel hat Grödig in die zweite Liga geführt.

  • Abschied auch für Roman Wallner.
    foto: apa/krug

    Abschied auch für Roman Wallner.

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