Bank Austria: Mehr als 2.000 Jobs gefährdet

11. Mai 2016, 19:08
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Mitarbeiterstand soll in Österreich bis 2018 um 2.045 Personen gesenkt werden – Abbau vor allem in den zentralen Einheiten

Wien/Mailand – In Österreich dürften im Zusammenhang mit den geplanten Stellenstreichungen bei der italienischen Großbank Unicredit 2.045 Personen bis zum Jahr 2018 ihren Job verlieren, berichtet die "Presse". Sie beruft sich auf ein Protokoll der italienischen Gewerkschaft First Cisl, das im November des Vorjahrs erstellt wurde.

Damals hat das Unicredit-Management den Gewerkschaftsvertretern das gerade beschlossene Sparprogramm erläutert. Unter anderem wird dabei auch auf den in der Folge öffentlich bekannt gegebenen Abbau von konzernweit 18.200 Mitarbeitern eingegangen. Verglichen mit den Einsparungen in Italien oder Deutschland fällt der zusätzliche Abbau gegenüber früheren Planungen hierzulande somit am kräftigsten aus, schreibt die Zeitung.

Im Protokoll wird laut dem Bericht zudem auch festgehalten, wo der Abbau vornehmlich stattfinden soll. So soll es über den gesamten Konzern bei den zentralen Einheiten einen Abbau von 17 Prozent der Mitarbeiter geben. In den Filialen soll die Reduktion mit neun Prozent geringer ausfallen.

Kündigungen vermeiden

Kündigungen sollen bei allen Einsparungsmaßnahmen aber um jeden Preis vermieden werden, heißt es weiter. Da die natürliche Fluktuation jedoch nicht ausreichen wird, will man auch auf freiwillige Angebote setzen – DER STANDARD hat berichtet. Neben Golden Handshakes sind auch Modelle für eine Arbeitszeitreduzierung vorgesehen. Vor zwei Jahren wurden den Mitarbeitern bereits einmal entsprechende Angebote gemacht – und damit 430 Vollzeitstellen eingespart.

In Summe arbeiten für die Unicredit-Tochter Bank Austria in Österreich direkt 7.000 Mitarbeiter. Weitere 2.000 sind bei der Unicredit-Tochter Ubis beschäftigt, in die die IT ausgelagert wurde. Wie berichtet ist in diesem Bereich, der den Italienern zuzurechnen ist, ein massiver Jobabbau vorgesehen. (APA, gra, 11.5.2016)

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