"Fuze F1": Chinesische Konsole sagt PS4 und Xbox One den Kampf an

12. Mai 2016, 09:31
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Vorerst nur am chinesischen Markt – Mehrere bekannte Partner an Bord, über 70 Launch-Titel

Microsofts Xbox One und Sonys Playstation 4 erhalten in China demnächst Konkurrenz. Der Start der Fuze F1 steht bald bevor. Der Hersteller hegt ambitionierte Pläne und hat offenbar hochkarätige Partner an Bord.

Tegra-Chip statt x86-Hardware

Preislich ist das Gerät deutlich niedriger angesiedelt, als die US-Konkurrenz. Umgerechnet 120 bzw. 200 Euro kosten die zwei Varianten des Geräts, firmierend als "Standard" und "Elite". Beide orientieren sich in ihrer Ästhetik ziemlich klar an der Playstation 4. Dass man das eigene Produkt deutlich billiger verkauft, lässt sich mit der verbauten Hardware erklären. Denn statt x86-Hardware, wie sie auch in normalen PCs und Laptops steckt, setzt man auf einen mobilen Chip.

Zum Einsatz kommt der durchaus potente Tegra K1 von Nvidia, der unter anderem auch in der Shield-Konsole steckt. Dazu gibt es vier GB Arbeitsspeicher, 32 GHB Flash-Speicher, eine austauschbare Festplatte mit 500 GB (nur Elite-Edition) sowie WLAN (802.11n) und Bluetooth 4.0. Die Fuze OS-Software basiert auf Android, ist aber an einen eigenen Appstore des Herstellers angebunden. Weiters gibt es einen HDMI-Ausgang und einen USB 3.0-Port.

hong xia
Video: Der Trailer zur Fuze F1

Ubisoft, Codemasters, Deep Silver

Zum Marktstart der F1 am 1. Juni dürften über 70 Spiele verfügbar sein, weitere 100 befinden sich gerade in Entwicklung, schreibt Gamasutra unter Verweis auf die Seite ZhugeEX. Dabei sind auch namhafte Publisher und Entwickler aus dem Westen dabei – etwa Ubisoft, Codemasters oder Deep Silver. Beworben werden bereits Spielereihen wie "Saint‘s Row", "Dynasty Warrios" oder "Assassin‘s Creed".

Fuze hat sich auch selbst finanziell an der Entwicklung mancher Titel beteiligt. Unter anderem erhielt Keiji Inafune, Erfinder des Games-Klassikers "Megaman" die notwendigen Mittel, um ein Open World-Manga-Abenteuer namens "Red Ash" zu entwickeln. Zuvor versuchte Inafune das Geld über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter aufzutreiben, scheiterte dort aber. Die Konsole soll heuer auch noch mit einer VR-Brille für umgerechnet etwa 150 Euro erweitert werden. Über deren Spezifikationen ist bisher nichts bekannt.

Sony und Microsoft tun sich schwer

Wenngleich China seit 2014 den legalen Vertrieb von Xbox und PlayStation im eigenen Land ermöglicht hat, sind die zwei Konsolen dort noch nicht in der breiten Masse angekommen. Nintendo hat mit der Wii U überhaupt auf einen Marktstart in der Volksrepublik verzichtet. Ob es der F1 als lokales Produkt besser gehen wird, bleibt abzuwarten. Einen Vorstoß in andere Märkte hat Fuze bisher noch nicht angekündigt. (gpi, 12.05.2016)

  • Äußerlich erinnert die Fuze F1 stark an die PS4.
    foto: fuze

    Äußerlich erinnert die Fuze F1 stark an die PS4.

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    foto: fuze
  • Später soll auch noch eine VR-Brille erscheinen.
    foto: fuze

    Später soll auch noch eine VR-Brille erscheinen.

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