Mobilfunk-Anbieter wollen mehr Größe in Europa

11. Mai 2016, 14:05
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In Österreich ist der Markt bereits konsolidiert

Die Mobilfunk-Betreiber verweisen auf sinkende Einnahmen aus ihrem klassischen Geschäft mit Sprachtelefonie sowie SMS-Diensten und wollen mehr Freiraum für Fusionen. Sie betonen, in Europa gebe es – insbesondere im Vergleich zu einheitlichen Märkten wie die USA – zu viele zu kleine Anbieter in den einzelnen Ländern, um effizient wirtschaften zu können.

Unter anderem fehlten dadurch Mittel für Investitionen ins Netz. Deshalb wollen die Mobilfunk-Konzerne, dass die EU-Kommission den europäischen Markt insgesamt betrachtet und dabei zulässt, dass es in einzelnen Ländern weniger Netzbetreiber gibt. Zugleich sind viele Mobilfunk-Anbieter unterwegs, die kein eigenes Netz haben, sondern sich Kapazitäten bei den Großen mieten.

Marktbereinigungen in Österreich und Deutschland

Die Brüsseler Kartellwächter erlaubten bereits unter anderem in Deutschland und Österreich eine Marktbereinigung. In Großbritannien fanden sie jetzt aber drei Anbieter in der angedachten Kombination zu wenig. Widerstand aus Brüssel hatte im Herbst auch das geplante Zusammengehen von Telenor und Telia Sonera in Dänemark scheitern lassen.

Zugleich war aus anderen Teilen der Kommission zuletzt zu hören, in einem europäischen Binnenmarkt mit einem grenzübergreifenden Wettbewerb zwischen den Anbietern sollte die Lage in nationalen Märkten nicht mehr ausschlaggebend sein. (APA, 11.5. 2016)

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