Amnesty beklagt Tod von Gefängnisinsassen in Nordnigeria

11. Mai 2016, 09:32
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Unter beinahe 150 Todesfällen seit Jänner auch zwölf Kinder

Lagos – Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat den Tod zahlreicher Häftlinge in einem Militärgefängnis im Norden von Nigeria beklagt. In einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht heißt es, seit Jänner seien in den Giwa-Kasernen in Maiduguri fast 150 Menschen ums Leben gekommen, darunter zwölf Kinder.

Der Afrika-Direktor der Organisation, Netsanet Belay, sprach von "grauenhaften" Zuständen. Amnesty forderte die "sofortige Schließung" der Haftanstalt.

Der Amnesty-Bericht beruht auf Aussagen früherer Häftlinge und anderer Zeugen. Demnach starben viele Häftlinge in den Giwa-Kasernen an Hunger, Krankheiten, Auszehrung und den Folgen von Verletzungen. Im März waren in dem Gefängnis 1.200 Häftlinge untergebracht. Das Gefängnis wird vor allem für Häftlinge genutzt, die im Kampf gegen die Islamistenmiliz Boko Haram festgenommen wurden. (APA, 11.5.2016)

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