Niedrige Ölpreise lassen OMV-Gewinn um die Hälfte einbrechen

11. Mai 2016, 08:12
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Am Umsatz gemessen größtes Unternehmen Österreichs verliert aber weniger als von Analysten erwartet

Wien – Der Öl- und Gaskonzern OMV hat im ersten Quartal 2016 wie erwartet einen starken Umsatz- und Gewinneinbruch erlitten – es kam aber nicht ganz so schlimm, wie Analysten prognostiziert hatten. Der Umsatz sank gegenüber dem Vergleichsquartal 2015 um 31 Prozent auf 3,99 Milliarden Euro, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 79 Prozent auf 48 Millionen Euro, wie die OMV am Mittwoch ad hoc bekanntgab.

Von der APA befragte Analysten hatten im Durchschnitt sogar mit einem operativen Verlust gerechnet. Auch der Rückgang des Nettogewinns (den Aktionären zuzurechnender Periodenüberschuss) um 42 Prozent auf 95 Millionen Euro fiel glimpflicher aus als befürchtet – die Analystenschätzungen lagen bei einem Minus von 77 Prozent.

Weniger Downstream

Der Umsatzrückgang sei vor allem auf geringere Downstream-Umsätze (Raffinerien, Tankstellen) zurückzuführen. Die weiter gesunkenen Raffineriemargen haben der OMV zu schaffen gemacht, teils konnte dies jedoch durch die niedrigen Ölpreise ausgeglichen werden.

Für das Gesamtjahr 2016 erwartet die OMV, dass der Brent-Ölpreis im Jahresdurchschnitt bei rund 40 Dollar (35,17 Euro) pro Barrel liegen wird. Auch das Gas-Marktumfeld wird als "herausfordernd" erwartet. Die Raffineriemargen werden wegen der vorhandenen Überkapazitäten in Europa niedriger sein als 2015, und auch die Petrochemie-Margen dürften im Vergleich zum Vorjahr sinken. (APA, 11.5.2016)

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