Stadtteilerneuerung mit Sinn für das Alte in Hohenems

10. Mai 2016, 15:47
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Alte Gebäude und junge Unternehmen: Dieser Mix soll die Hohenemser Marktstraße wieder attraktiv machen

Hohenems – Ein trister Anblick war die Hohenemser Marktstraße, dereinst Zentrum für Handwerk und Handel des Städtchens, über Jahrzehnte. Abgewohnte Häuser, Leerstand und Durchzugsverkehr prägten den historischen Stadtteil. Nun retten junge Unternehmerinnen und Unternehmer die Straßenzeile vor Zerfall und wirtschaftlicher Bedeutungslosigkeit.

Das Projekt d'Gass, von Immobilienentwickler Markus Schadenbauer-Lacha vor zwei Jahren gestartet, nimmt Formen an. Elf denkmalgeschützte Häuser umfasst das Sanierungsprojekt, ein altes Haus nach dem anderen wird liebevoll saniert. Wo es der alten Bausubstanz – die Häuser sind bis zu 300 Jahre alt – keinen Schaden zufügt, entstehen Neubauten.

Handwerk und Design

Zum Auftakt des Klassikfestivals Schubertiade erinnern die Geschäftsleute in der Marktstraße an die einstige Handwerkstradition. In 13 Geschäften ist der Werkraum Bregenzerwald, die Plattform für Design und Handwerk aus der Region, mit Ausstellungsstücken präsent.

An die Tradition kleiner Handwerksbetriebe knüpfen Jungunternehmerinnen in den neu geschaffenen Geschäftslokalen an. Eine Goldschmiedin und eine Kleidermacherin gründeten bereits Manufakturen, weitere sollen folgen. Ein Bioladen eröffnet durch ein Hinterhof-Café ungeahnte Perspektiven. Handwerk historisch präsentiert Schubertiade-Gründer Gerd Nachbauer, der aus der Schusterwerkstatt seines Großvaters ein kleines Schuhmachermuseum machte. (Jutta Berger, 10.5.2016)

  • Die bis zu 300 Jahre alten Häuser werden saniert,  Geschäftslokale und Wohnungen entstehen.
    foto: schadenbauer & lacha

    Die bis zu 300 Jahre alten Häuser werden saniert, Geschäftslokale und Wohnungen entstehen.

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