Auf der Suche nach einem echten "Game-Changer"

11. Mai 2016, 09:00
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Beim Logistik-Dialog der Bundesvereinigung Logistik wurde über die Integration von Informationstechnologien in die Lieferkette diskutiert

Vösendorf – Rund 800 Teilnehmer aus Logistik, Wirtschaft, Industrie und Wissenschaft trafen sich Mitte April in der Pyramide in Vösendorf zum 32. Logistik-Dialog der Bundesvereinigung Logistik (BVL). Roman Stiftner, Präsident der BVL Österreich, eröffnete nach einem Rundgang durch die Fachausstellung "Alles Logistik" den Kongress, dessen Schwerpunkte diesmal E-Mobility und flexible Shuttle-Technologien für Smart Warehouses und Smart Factories waren.

"Dem Logistiksektor ist es über die letzten Jahrzehnte durchaus erfolgreich gelungen, Prozesse zu optimieren und Strukturen zu vereinfachen", sagte Stiftner in seiner Eröffnungsrede, "aber einen echten 'Game-Changer' gab es bis zum Einzug der Digitalisierung in die physikalische Welt der Logistik nicht."

Urbanisierter Wandel

Disruptive, also bestehende Strukturen auflösende, Veränderungen von Technologien und Geschäftsprozessen sind die Folge und erfordern ein Umdenken in den Unternehmen – und zwar bevor sie eine Eigendynamik bekommen, die sich möglicherweise zerstörend auswirkt.

Denn es reicht längst nicht mehr aus, Informationstechnologien einfach nur in die Supply-Chain zu integrieren. Die BVL Österreich unterstütze daher Unternehmen bei der Evaluierung aktueller Trends mit entsprechenden Handlungsempfehlungen und bei der Erarbeitung adäquater Lösungen.

Essenzielle Zukunftstreiber sind dabei die intelligente und kooperative Vernetzung, der rasche Ausbau digitaler Infrastrukturen, Urbanisierung und demografischer Wandel sowie der zunehmende Einsatz autonomer, energieeffizienter Fahrzeuge.

"Durch Vernetzung haben wir im Bereich der Logistik und entlang der Lieferkette die Chance, zum Treiber für Innovationen zu werden und unsere Effizienz zu steigern", erklärte Karl Nowak, Einkaufs- und Logistikchef der Robert Bosch GmbH, in seiner Keynote.

"Bosch optimiert auf Basis von Echtzeitdaten die gesamte Supply-Chain und entwickelt darauf aufbauend neue Services. Zentraler Bestandteil unseres Servicegeschäfts ist die Bosch IoT Cloud."

Bosch hat den Sensor "TraQ" entwickelt, welcher qualitätsrelevante Informationen in der gesamten Lieferkette erfasst und sie an die Cloud sendet. Bei Überschreitung werden Lieferanten, Kunden und Dienstleister in Echtzeit informiert. (Peter Hoffmann, 11.5.2016)

  • Zukunftsthemen, auch in der Logistik: der Ausbau digitaler Infrastrukturen und der Einsatz autonomer, energieeffizienter Fahrzeuge.
    foto: istock / beigelböck

    Zukunftsthemen, auch in der Logistik: der Ausbau digitaler Infrastrukturen und der Einsatz autonomer, energieeffizienter Fahrzeuge.

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