Erst Deutschland, dann Portugal oder Belgien

10. Mai 2016, 12:43
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Das bisher makellose Heraf-Team will nun auch "Herausforderung" Deutschland meistern – Viertelfinalgegner wohl Portugal oder Belgien

Baku – Österreichs U17-Fußball-Nationalteam hat bei der EM in Aserbaidschan mit zwei Zu-Null-Siegen bisher viel Selbstvertrauen getankt. Deshalb rechnet sich die ÖFB-Auswahl auch gegen Turniermitfavorit Deutschland am Mittwoch (17.15 Uhr) etwas aus. "Wir wollen die Gruppe und das Spiel gewinnen", sprach ÖFB-Teamchef Andreas Heraf Klartext. Der Gruppensieg wäre seiner Elf schon bei einem Remis sicher.

Ein Unentschieden in Baku würde auch den zwei Zähler hinter Österreich (6) liegenden Deutschen (4) reichen, um der ÖFB-Elf ins Viertelfinale zu folgen. Bei einer Niederlage könnten sie noch von der Ukraine (1), die auf das punktlose Schlusslicht Bosnien-Herzegowina trifft, auf Gruppenrang drei verdrängt werden. "Wir wollen unsere Gruppe gewinnen und gegen Österreich einen Sieg holen", hoffte Hertha-BSC-Offensivspieler Arne Maier darauf, dass die Deutschen ihrer Favoritenrolle noch gerecht werden.

Österreich ist nach den Auftritten gegen Bosnien und die Ukraine (jeweils 2:0) bei der Endrunde noch makellos. Diese Serie gegen Deutschland fortzusetzen wird schwierig, auch da es Ausfälle gibt. Alexander Burgstaller und Jörg Wagnes sind gelbgesperrt, zudem könnten die angeschlagenen Alexandar Borkovic, Dario Maresic und Lukas Malicsek eine Pause erhalten.

"Wir haben einen 18-Mann-Kader, jeder weiß wie wir spielen wollen und was er zu tun hat. Wichtig ist, dass wir mit der gleichen Ordnung, Disziplin und Einstellung an die Aufgabe herangehen wie in unseren ersten beiden Spielen", sagte Heraf. Dass bei der "schönen Herausforderung" mehr Arbeit auf seine Spieler zukommen wird, als bisher, ist ihm bewusst. "Deutschland ist eine unglaubliche Mannschaft mit super Spielern. Es wird ganz schwierig", so Heraf, der mit seinem Team am Montag zu einem Empfang in der Österreichischen Botschaft in Baku geladen war.

Auf den Gruppe-B-Sieger wartet der Zweite der Gruppe A. Da ist Portugal (6) vor der Schlussrunde in der Pole Position, Belgien (4) kann mit einem vollen Erfolg im direkten Duell am Mittwoch aber noch vorbeiziehen. (APA, 10.5.2016)

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