ORF und FH Hagenberg kooperieren bei Innovationen

10. Mai 2016, 10:08
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Erste konkrete Projekte: Ein intelligenter, multimedialer Player und ein "datenjournalistisches Produktionstool"

Hagenberg/Wien – Der ORF und die Fachhochschule Hagenberg in Oberösterreich kooperieren bei der Entwicklung von Innovationen. Ein entsprechender Vertrag wurde unterzeichnet und von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz und Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) sowie den involvierten Führungskräften der Fachhochschule und des ORF vorgestellt.

Erste Projekte

Die Zusammenarbeit des ORF erfolgt mit der Fakultät für Informatik, Kommunikation und Medien. Die ersten konkreten Projekte sind ein intelligenter Player, der den gerade gespielten Inhalt erkennt und den Usern weitere passende Inhalte vorschlägt. Als Quelle können dafür nicht nur Videobeiträge aus der ORF TVthek, sondern auch archivierte Beiträge sowie Text- und Radiobeiträge aus allen Medien des ORF dienen. Auch ORF-fremde Quellen, beispielsweise Twitter, können angesprochen werden. Er soll bereits Ende Mai veröffentlicht werden.

Datenjournalismus

Ein weiteres Projekt ist ein "Datenjournalistisches Produktionstool", mit dem Journalisten selbst mit geringem Aufwand Infografiken aus bestehenden Datensätzen erstellen können. Es dient sowohl für interne Zwecke als auch für Web-Angebote. Die beiden Projekte wurden bereits im Wintersemester 2015 gestartet und laufen ein Jahr. Daran arbeiten unter der Leitung von FH-Professor Rimbert Rudisch-Sommer vom Department Digitale Medien drei Studierende aus dem englischsprachigen Masterstudiengang Interactive Media. Weitere Eckpunkte der Vereinbarung sind das gemeinsame Erarbeiten von Themen für Bachelor- oder Masterarbeiten, das Angebot von Praktika seitens des ORF, die Zusammenarbeit bei Forschungs- und Studienprojekten sowie die gemeinsame Abhaltung von Fachveranstaltungen in den Bereichen Forschung und Weiterbildung.

Personalisierung, Streaming, Downloads

Wrabetz betrachtet die Kooperation als Teil der Innovation in allen Teilen des Unternehmens. Denn die Zukunft der Medien bestehe in Personalisierung, Streaming und der Möglichkeit – wo immer man sich auch befindet – Inhalte downloaden zu können. Pühringer sieht in der Kooperation eine besondere Auszeichnung der Fachhochschule, aber auch für den ORF, weil die Bildungseinrichtung ein international anerkannter Innovationstreiber und zudem immer um eine Verbindung zur Forschung bemüht sei. Der Geschäftsführer der FH Oberösterreich Gerald Reisinger sieht nicht zuletzt spannende Karriereperspektiven für die Absolventen. (APA, 10.5.2016)

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