Großes Duo: Charles Lloyd und Jason Moran

9. Mai 2016, 17:15
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Der Saxofonist Charles Lloyd und der Pianist gastieren am Mittwoch

Magische Verbindung: Saxofonist Charles Lloyd trifft Pianist Jason Moran, abgeklärter Stilist begegnet also einem flexiblen und stiloffenen Virtuosen. Lloyds Stil lehnt sich an die hymnische Phase von John Coltrane an. Alleidings ist Lloyd ein längst auf lyrische Reduktion bedachter Musiker, der aber zu Eruptionen befähigt ist – besonders in seiner Kunst der Zwischentöne. Zu alledem passt Moran. Er hat diverse Traditionen im Kopf, kann also auch ins freie Spiel rüberkippen.

Situationselastisch eben. Altmeister Lloyd wird wohl das Unternehmen lenken, ohne Moran in eine reine Begleiterrolle zu drängen. Über den 75-jährigen Lloyd sagt er: "Charles nähert sich an die Musik mit solch einer Offenheit. Er ist ein großartiger Förderer von frei denkender Musik." Zu hören gibt es Stücke, die Lloyd besonders am Herzen liegen, also solche von Strayhorn, Ellington, Gershwin oder Dylan. Zentral ist aber die dem Abend den Titel gebende Suite Hagar’s Song, die Charles Lloyd geschrieben hat. (toš, 9.5.2016)

11. 5. Wiener Konzerthaus, Großer Saal, 19.30

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