Lego-Roboter knackt Schutz durch Gestensteuerung

9. Mai 2016, 16:31
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Forschungen des US-Militärs zeigen, dass die "Gestensecurity" alles andere als sicher ist

Noch mehr Schutz als durch Fingerabdruck oder Pin: Das will der Schutz via Gestensteuerung für Smartphone-Nutzer erreichen. Das Gerät merkt sich, wie der Nutzer tippt und scrollt und vergleicht dies permanent mit historischen Daten. Bei auffälligen Anomalien sperrt sich das Gerät. So kann verhindert werden, dass Fremde Zugriff auf entsperrte Geräte haben.

Lego-Roboter hebelt Schutz aus

Diese Art des Schutzes ist allerdings relativ leicht zu knacken, enthüllte nun das US-Militär. Es konnte mit unterschiedlichen Methoden, die alle einen Lego-Roboter involvieren, den Gestensteuerungsschutz von Geräten außer Kraft setzen. Allein die Simulation eines "durchschnittlichen Nutzers" reichte in 70 Prozent der Fälle, um Sicherheitsmechanismen auszuhebeln, berichtet winfuture.

Einfach zu reproduzieren

In einer zweiten Variante, in der das Gestensteuerungsverhalten des Nutzers simuliert wurde, konnten sogar 90 Prozent der Geräte keine Abweichung feststellen. Für Geheimdienste und andere Sicherheitsbehörden stellt der Gestensteuerungsschutz also kein unüberwindbares Hindernis dar. Die Ergebnisse seien "sehr praxisrelevant", da die Angriffe ohne komplexe Programme oder teure Hardware durchgeführt werden können. (red, 10.5.2016)

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    foto: ap/wong
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