Prozess wegen versuchten Mordes an sechs und neun Jahre alten Mädchen in Graz

9. Mai 2016, 12:52
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Auch zweifache Körperverletzung wird am 23. Juni verhandelt

Graz – Ein Oststeirer steht am 23. Juni im Grazer Straflandesgericht wegen zweifachen Mordversuchs und zweifacher Körperverletzung vor Gericht. Der Mann war im Juni vergangenen Jahres mit einer selbst gebastelten Waffe auf zwei kleine Mädchen und deren Mutter losgegangen. Anschließend war er fünf Tage auf der Flucht gewesen, bevor er gefasst werden konnte.

Der Angeklagte aus dem Bezirk Südoststeiermark hatte zunächst ein sehr gutes Verhältnis zu den beiden Mädchen im Alter von sechs und neun Jahren und deren Mutter gehabt. Als er die Kinder nicht mehr so oft sehen durfte, wollte er der Mutter einen "Denkzettel" verpassen. Der Mann attackierte alle drei mit einem Eisenrohr, auf das er eine Art Kugel mit Nagelspitzen montiert hatte, wobei er die Mutter und das jüngere Mädchen schwer verletzte. Die Ältere sowie ein Nachbar, der zu Hilfe kam, wurden leicht verletzt.

Nach dem Angriff versteckte sich der mutmaßliche Täter fünf Tage lang im Wald, bevor er schließlich von einer Hundestaffel geschnappt werden konnte. Laut psychiatrischem Gutachten ist der Beschuldigte zurechnungsfähig. Der Prozess wurde zunächst für einen Tag anberaumt. (APA, 9.5.2016)

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