Österreichs Außenhandel verlagert sich in Richtung EU

9. Mai 2016, 11:39
5 Postings

Rückgang bei Aus- und Einfuhren mit Drittstaaten

Wien – Österreichs Wirtschaftspolitik sucht zwar Exportmärkte außerhalb Europas, die Warenströme haben sich aber heuer bisher mehr auf die EU konzentriert. Im Februar stiegen die heimischen Exporte in die Union um 7,1 Prozent auf 7,63 Milliarden Euro, die Importe von dort legten um 5,2 Prozent auf 7,85 Milliarden Euro zu. Im Gegensatz dazu ging der Handel mit anderen Staaten zurück, teilte die Statistik Austria mit.

Damit hat sich die Tendenz vom Jänner verstärkt. Auch da hatte es im Vergleich zur Vorjahresperiode einen geringfügigen Zuwachs (0,02 Prozent) bei den Exporten in die EU bei einem ebenfalls kleinen Rückgang der Ausfuhren in andere Staaten (minus 0,1 Prozent) gegeben. In den ersten beiden Monaten des Jahres zusammen haben damit die heimischen Exporte in die EU um 3,4 Prozent zugelegt, in den Rest der Welt wurde hingegen um 1,2 Prozent weniger verkauft. Auch die Importe aus der EU stiegen um 1,9 Prozent, die Einfuhren aus Drittstaaten gingen um 0,3 Prozent zurück.

In Summe ist damit das Handelsbilanzdefizit Österreichs gesunken. In den ersten beiden Monaten des Jahres wurden Waren im Wert von 21,5 Milliarden Euro importiert und im Wert von 20,4 Milliarden Euro exportiert. Das Defizit fiel dadurch auf 1,13 Milliarden Euro, nach 1,29 Milliarden Euro in der Vorjahresperiode. Im Warenverkehr mit der EU gab es nur mehr ein Minus von 112 Mio. Euro, gegenüber Drittstaaten betrug das Minus aber 1,02 Milliarden Euro und damit mehr als in der Vorjahresperiode (967 Mio. Euro). (APA, 9.5.2016)

Share if you care.