Takata rutschte wegen Airbag-Skandals in die Verlustzone

9. Mai 2016, 11:37
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Verlust von 106 Millionen Euro – Vergangene Woche weitere 40 Millionen Airbags zurückgerufen

Tokio – Der japanische Autozulieferer Takata rutschte wegen der Kosten für der millionenfachen Airbag-Rückrufe in die roten Zahlen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende März habe es einen Verlust von umgerechnet 106 Millionen Euro gegeben, kündigte der Konzern am Montag auf Basis vorläufiger Zahlen an. Bisher hatte Takata einen Gewinn von rund 40 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Zudem schraubte das Unternehmen seine Erwartungen für Gewinn und Umsatz im laufenden Geschäftsjahr 2016/17 zurück.

Weiterer Rückruf

Erst vergangene Woche musste Takata auf Druck der US-Behörden bis zu 40 Millionen weitere Airbags zurückrufen. In diesem Zusammenhang berichtete die japanische Zeitung "Nikkei", dass der Rückruf sogar noch ausgeweitet werden könnte. Demnach könnte die Zahl der betroffenen Fahrzeuge auf 120 Millionen steigen.

Weltweit stehen mindestens elf Todesfälle mit defekten Aufblasvorrichtungen von Takata-Airbags in Verbindung, die meisten davon in den USA. Bei manchen Luftkissen explodieren bei Feuchtigkeit die Vorrichtungen mit zu viel Kraft, wodurch Fahrzeuginsassen von Splittern getroffen werden können. Allein in den USA haben bisher 14 Autobauer 24 Millionen Fahrzeuge wegen des Defekts zurückgerufen. (APA, Reuters, 9.5.2016)

  • Takata mit Verlusten.
    foto: reuters/toru hanai

    Takata mit Verlusten.

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