Mobilfunk-Diskonter: Ventocom und Spusu zieht es ins Ausland

17. Mai 2016, 11:38
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Ventocom ist bereits in Ungarn aktiv – Spusu will in Deutschland Fuß fassen

Österreich ist nicht genug. Der im letzten Jahr gestartete Mobilfunk-Diskonter Spusu tüftelt gerade an Expansionsplänen. Konkret will das Unternehmen in Deutschland Fuß fassen. Dafür laufen derzeit bereits Verhandlungen mit einem deutschen Netzbetreiber, in dessen Netz sich Spusu, als virtueller Mobilfunker, einmieten will. "Die Verhandlungen können jederzeit zu einem Abschluss kommen", heißt es dazu aus dem Umfeld des Mobilfunkers. Mehr will man dazu nicht sagen. Spusu versucht hauptsächlich mit niedrigen Tarifen Kunden in Österreich zu gewinnen.

"Wir möchten nicht über ungelegte Eier reden"

Neben Spusu will auch Hot neue Wege gehen und überlegt ebenfalls ins europäische Ausland zu expandieren. Offiziell hält man sich allerdings noch bedeckt: "Dazu kann ich ihnen leider noch nichts sagen. Wir möchten nicht über ungelegte Eier reden", sagt Michael Krammer zum WebStandard. Ventocom, die Firma hinter Hot, hat in den letzten Monaten bereits den Schritt ins Ausland getätigt. In Budapest wurde ein Ableger gegründet, der sich um die Softwareentwicklung kümmert.

Das erfolgreichste Mobilfunk-Start-Up Europas

Hot hat mit Billigtarifen und dem Vertrieb über den Lebensmittelhändler Hofer binnen eines Jahres über 500.000 Kunden gewinnen können. Der Mobilfunker, der sich in das Netz von T-Mobile eingemietet hat, gilt als das erfolgreichste Mobilfunk-Start-Up Europas und hat Schwung in den heimischen Markt gebracht. In Österreich hat der Marktstart für sinkende Tarife gesorgt, da etablierte Anbieter den Newcomer als Bedrohung betrachten und mit Preissenkungen reagieren. Auf Hot hat dies kaum Auswirkungen: "Die Geschäfte laufen sehr gut. Wir wachsen weiterhin.", so Krammer. (sum, 17.5. 2016)

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    foto: apa
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