In Syrien verschleppte Journalisten wieder in Spanien

8. Mai 2016, 15:14
1 Posting

Drei spanische Reporter sind nach zehn Monaten Geiselhaft in ihre Heimat zurückgekehrt

Damaskus/Madrid – Nach zehn Monaten Geiselhaft sind drei in Syrien entführte spanische Journalisten wieder auf freiem Fuß. Sie landeten am Sonntag mit einer Maschine der spanischen Luftwaffe auf einem Stützpunkt östlich der Hauptstadt Madrid, wie Spaniens Regierung mitteilte.

Eine zunächst bis Montagabend verlängerte Waffenruhe in der umkämpften nordsyrischen Stadt Aleppo hielt zunächst trotz einiger Verstöße weitestgehend.

Die Journalisten Antonio Pampliega, Jose Manuel Lopez und Angel Sastre hatten als freie Mitarbeiter für verschiedene Medien aus Syrien berichtet. Sie waren im Juli über die türkische Grenze in den Norden Syriens gereist und zuletzt in Aleppo gesehen worden. Unklar ist, ob für ihre Freilassung Lösegeld gezahlt wurde.

Die drei seien in gutem gesundheitlichen Zustand, hieß es aus spanischen Regierungskreisen. Ihre Freilassung sei "aufgrund der Arbeit zahlreicher staatlicher Amtsträger und der Kooperation verbündeter und befreundeter Staaten" möglich geworden.

Mehrere verschleppte Reporter

In Syrien sind in der Vergangenheit mehrere ausländische Journalisten entführt worden. Die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat (IS) tötete mehrere verschleppte Reporter, darunter die US-Amerikaner James Foley und Steven Sotloff. Dazu veröffentlichten die Extremisten im Internet Videos, in denen die Enthauptung der Opfer gezeigt wurde. (APA, 8.5.2016)

Share if you care.