"Ghostbusters"-Regisseur klagt über "Arschlöcher" in Geek-Szene

8. Mai 2016, 11:15
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Paul Feig kritisiert sexistische Kampagnen vermeintlicher "Ghostbusters"-Fans

Dass ein "Ghostbusters"-Remake, in dem die ehemals männliche gegen eine rein weibliche Crew ausgetauscht wird, für manchen Shitstorm sorgen wird, war vorhersehbar. Doch die Vehemenz der oftmals sexistisch motivierten Proteste überraschte offenbar selbst den Regisseur Paul Feig. "In der Geek-Szene sind einige der größten Arschlöcher, die ich je getroffen habe, daheim", sagte Feig nun einem Gespräch mit "New York Daily News".

Trailer niedergemacht

Mit der Szene kennt sich Feig aus: Er produzierte etwa die TV-Serie "Freaks and Geeks" und identifiziert sich selbst als Fan und Außenseiter. Doch Sexismus geht für ihn gar nicht: So regt Feig auf, dass der neue "Ghostbusters"-Trailer auf YouTube zum am schlechtesten bewerteten Trailer überhaupt avancierte – gesteuert durch eine Kampagne von wütenden Fans.

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Heftige Debatten

Der Streit hat nun einen Hashtag namens #NotAllGhostbustersFans ins Leben gerufen, bei dem sich wiederum Freunde wie Kritiker der Neuauflage von sexistischen Argumenten distanzieren. Denn dass man über ein Remake des Klassikers nicht erfreut ist, kann durchaus legitim sein und muss gar nichts mit der weiblichen Besetzung zu tun haben. Ob Feigs Wutausbruch einer sachlichen Debatte dienlich ist, kann bezweifelt werden. Er solle lieber den Film für sich sprechen lassen, meint Geek.com. Im Juli wird "Ghostbusters" in den Kinos starten. (red, 8.5.2016)

  • Die rein weibliche Crew der "Ghostbusters" sorgt für Aufregung
    foto: ap/stone

    Die rein weibliche Crew der "Ghostbusters" sorgt für Aufregung

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