Alaba mit Bayern zum vierten Mal in Serie Meister

7. Mai 2016, 17:28
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Insgesamt 26. Titel nach Sieg in Ingolstadt – Frankfurt feiert mit 1:0-Sieg über Dortmund Auferstehung – Begräbnis für Stuttgart nach 1:3 gegen Mainz – Bremen muss nach 0:0 in Köln weiter zittern

Ingolstadt/Stuttgart – Bayern München hat mit ÖFB-Star David Alaba als erster deutscher Fußball-Bundesliga-Club vier Meistertitel en suite geschafft.

Der nun bei 26 Titeln haltende Rekordchampion feierte am Samstagnachmittag einen 2:1-(2:1)-Sieg beim FC Ingolstadt und kann damit vom Tabellenzweiten Borussia Dortmund, der in Frankfurt 0:1 verlor, in der letzten Runde nicht mehr von der Spitze verdrängt werden. Für den zu Manchester City wechselnden Pep Guardiola ist es die dritte Meisterschaft im dritten Jahr, für Alaba der insgesamt fünfte Meistertitel (2010, 2013, 2014, 2015, 2016) mit den Bayern.

Ende mit Schrecken

Der VfB Stuttgart steht dagegen vor dem ersten Abstieg seit 41 Jahren. Nach einer in der zweiten Hälfte erschreckend schwachen Leistung verlor der Tabellenvorletzte mit 1:3 (1:1) zu Hause gegen Mainz. Bei den Gästen zählte ÖFB-Legionär Karim Onisiwo, der das 1:1 von Yanus Malli (37.) auflegte und das 3:1 (77.) selbst erzielte, zu den Matchwinnern.

Dabei hatte die Partie für die Stuttgarter, bei denen die ÖFB-Teamspieler Martin Harnik und Florian Klein leistungsbedingt nicht mehr im Kader standen, eigentlich optimal begonnen. Kapitän Christian Gentner hatte die Schwaben vor 60.000 Zuschauern nach nur fünf Minuten in Führung gebracht. Doch Malli (37.), Jhon Cordoba (53.) und Youngster Onisiwo mit seinem Debüttor drehten die Partie zugunsten der Mainzer, die sich damit auch die Teilnahme am Europacup sicherten.

Stuttgart fehlen dagegen nach der vierten Heimniederlage en suite zwei Zähler auf den von Werder Bremen (0:0 in Köln) gehaltenen Relegationsrang. Der Tabellen-15. Frankfurt, der Vizemeister Dortmund mit einem 1:0-Heimsieg die erste Liga-Niederlage seit 19. Dezember des Vorjahres (1:2 in Köln zum Abschluss der Hinrunde) zufügte, hat drei Punkte Vorsprung auf die Schwaben. Erschwerend hinzu kommt für die Stuttgarter, dass sie vor dem abschließenden Match in einer Woche in Wolfsburg mit minus 23 auch eine deutlich schlechtere Tordifferenz als die beiden Konkurrenten aus Bremen (-16) und Frankfurt (-17) aufweisen.

Weinender Großkreutz

Die zehnte Heimschlappe der Saison (Vereinsnegativrekord) und fünfte Niederlage in Serie erzürnte die Stuttgarter Fans so sehr, dass Hunderte von ihnen nach dem Schlusspfiff auf den Platz stürmten und sich vor dem Spielertunnel versammelten. Ordner und Sicherheitspersonal waren mit der Situation völlig überfordert, so dass immer mehr Zuschauer auf den Rasen strömten. Fußball-Weltmeister Kevin Großkreutz weinte beim anschließenden Sky-Interview, in dem er Verständnis für die Wut der VfB-Anhänger zeigte.

Während Stuttgart ein Wunder in der letzten Runde braucht, genügt Frankfurt nach dem dritten Sieg in Serie bereits ein Punkt in Bremen zum sicheren Klassenerhalt. Stefan Aigner erzielte bereits in der 14. Minute den Siegtreffer für die Gastgeber, die anschließend eine beeindruckende Abwehrschlacht gegen den Tabellenzweiten aus Dortmund zeigten. Bremen haderte dagegen beim torlosen Remis in Köln mit der Leistung von Schiedsrichter Felix Zwayer, der einen regulären Treffer von Santiago Garcia in der 26. Minute wegen eines angeblichen Offensivfouls am Tormann, der aber von den eigenen Mitspielern im Fünfer behindert worden war, nicht anerkannte.

Unabsteigbarer HSV

Endgültig gerettet sind der "Bundesliga-Dino" Hamburger SV (trotz 0:1-Heimniederlage gegen Wolfsburg), der FC Augsburg (1:1 bei Schalke 0:4), 1899 Hoffenheim (trotz 0:1 beim Absteiger Hannover) und Darmstadt 98, das einen 2:1-Sieg bei Hertha BSC Berlin feierte. Die Berliner verspielten damit ihre letzte Chance auf Platz vier und sind nun punktegleich mit Mainz und Schalke, die auf den Europa-League-Plätzen fünf bis sieben liegen, da Meister Bayern und Dortmund im Cup-Finale stehen.

In der oberen Tabellenregion hat Borussia Mönchengladbach nach einem 2:1-Heimerfolg über den Tabellendritten Bayer Leverkusen Platz vier und die damit verbundene Qualifikation zur Champions League so gut wie sicher. Matchwinner für die Gladbacher, für die in der Schlussphase noch einmal Abwehr-Routinier Martin Stranzl (ab 87. Minute) spielte, war nach frühem 0:1-Rückstand Andre Hahn mit einem Doppelpack (43., 79.). (APA, red, 7.5.2016)

Ergebnisse eines dramatischen 33. Spieltages in der deutschen Bundesliga

FC Schalke 04 – FC Augsburg 1:1
Schalke: Schöpf ab 76.; Augsburg: Manninger Ersatz

Borussia Mönchengladbach – Bayer 04 Leverkusen 2:1
Gladbach: Stranzl ab 87., Hinteregger nicht im Kader

Hamburger SV – VfL Wolfsburg 0:1
Hamburg: Gregoritsch bis 74.

VfB Stuttgart – FSV Mainz 05 1:3
Stuttgart: Harnik, Klein nicht im Kader; Mainz: Baumgartlinger und Onisiwo (mit Tor zum Endstand/77.) spielten durch

Eintracht Frankfurt – Borussia Dortmund 1:0
Frankfurt: Lindner Ersatz

Hannover 96 – 1899 Hoffenheim 1:0

FC Ingolstadt 04 – Bayern München 1:2
Ingolstadt: Trainer Hasenhüttl, Özcan im Tor, Suttner spielte durch, Hinterseer ab 76.; Bayern: Alaba spielte durch

Hertha BSC Berlin – SV Darmstadt 1:2
Darmstadt: Garics spielte durch

1. FC Köln – Werder Bremen 0:0
Köln: Trainer P. Stöger, Hosiner nicht im Kader; Bremen: Junuzovic und Grillitsch spielten durch

  • David Alaba darf sich wiedermal deutscher Meister nennen.
    foto: apa/stache

    David Alaba darf sich wiedermal deutscher Meister nennen.

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