Volvo XC90: Randsteinbezwinger

8. Mai 2016, 09:11
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Nicht nur der superstarke T8, auch der 190 PS starke Einstiegs-Diesel macht eine erstaunlich gute Figur im Zweitonner Volvo XC90

Wien – Es sind Details, die den XC90 so charmant machen. Wie der Startknopf, der in der Mittelkonsole sitzt. Ein ordentlicher Drehschalter, den man zum Starten nach rechts, zum Abstellen des Motors nach links dreht. Gleich daneben ist eine kleine Alurolle, die als Fahrerlebnisschalter dient. Erst dreht man sich sein Wunschprogramm ins Display, dann drückt man den Schalter, um zu bestätigen.

foto: guido gluschitsch

Aber die Mühe lohnt kaum. Der XC90 D4 ist im Grundsetting so gut abgestimmt, dass man drehen und drücken kann, wie man will, es wird nicht besser. Denn klar, einen Sportwagen kann auch der schönste Schalter nicht aus einem 2,1 Tonnen schweren SUV mit 190 Diesel-PS zaubern.

Fast zehn Sekunden braucht der Koloss aus Göteborg, um aus dem Stand auf Tempo 100 zu beschleunigen. Das wirkt beim Blick auf die nackten Zahlen etwas arg lang, aber in Wirklichkeit kommt man sowohl mit dem zwei Liter großen Diesel als auch dem Frontantrieb gut über die Runden.

foto: guido gluschitsch

Was anderes ist es natürlich, wenn man den Wagen wirklich im Gelände einsetzt. Aber jetzt einmal ehrlich: Wie viele Waldbesitzer fallen Ihnen auf die Schnelle ein, die sich im Winter mit so einem Wagen aufmachen, um oben auf der Alm die Wildtiere zu füttern? Und wie viele Städter, die sich endlich nicht mehr vor dem Randstein fürchten? Eben.

Und so gleitet man durchaus flott und sehr komfortabel durch die asphaltierte Welt. Nur ab und an reißt einen ein Assistenzsystem aus der Idylle, weil es vor einer Notsituation warnt, die es dann gar nicht gibt. Aber abgesehen davon ist die Welt eine herrliche im XC90. Nicht einmal der sonst neidige Nachbar schielt böse auf den riesigen Wagen.

foto: guido gluschitsch

Volvo hat es anscheinend sehr gut geschafft, sich das Image des sicheren und hochwertigen Autos an die Brust zu heften. Von dem positiven Image profitiert anscheinend sogar ein mehr als zwei Tonnen schwerer Gigant mit martialisch wirkenden LED-Scheinwerfern. Das ist eine Liebe, die nicht all seinen Konkurrenten so entgegenschwappt. (Guido Gluschitsch, 8.5.2016)

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Volvo

Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

  • Ganz schön viel Auto für ganz schön viel Geld. Mehr als 70.000 Euro zahlt man für unseren fein ausgestatteten XC90 D4 mit Frontantrieb.
    foto: guido gluschitsch

    Ganz schön viel Auto für ganz schön viel Geld. Mehr als 70.000 Euro zahlt man für unseren fein ausgestatteten XC90 D4 mit Frontantrieb.

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