Märchenbuch aus dem Besitz von Anne Frank für 54.400 Euro versteigert

6. Mai 2016, 10:27
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Ausgabe der Grimmschen Märchen aus dem Jahr 1925 erzielte mehr als den doppelten Schätzpreis

New York – Ein Märchenbuch, das dem für seine Tagebücher berühmt gewordenen jüdischen Mädchen Anne Frank gehörte, ist für umgerechnet 54.400 Euro versteigert worden. Damit habe das Buch mit den Grimmschen Märchen mehr als das Doppelte des Schätzpreises erzielt, teilte das Auktionshaus Swann Auction Galleries am Donnerstag mit.

Auf die erste Seite des 1925 erschienenen Buches hatte Anne Frank ihren und den Namen ihrer Schwester Margot geschrieben. Anne Frank starb 1945 im NS-Konzentrationslager Bergen-Belsen.

Die von Deutschland in die Niederlande ausgewanderte jüdische Familie Frank hatte sich seit 1942 in Amsterdam in einem Versteck aufgehalten, um den deutschen Besatzern zu entkommen. Während dieser Zeit bis zu ihrer Deportation 1944 schrieb die jugendliche Anne ihr Tagebuch.

Ihr Vater Otto Frank, der Auschwitz überlebte und erst 1980 starb, veröffentlichte 1947 die Aufzeichnungen seiner Tochter, von denen er allerdings einige Seiten zerstörte. Das Tagebuch wurde inzwischen in fast 70 Sprachen übersetzt und mehr als 30 Millionen Mal verkauft. (APA, 6. 5. 2016)

  • Das Märchenbuch ist von Anne Frank und ihrer Schwester Margot signiert.
    foto: apa/afp/jewel samad

    Das Märchenbuch ist von Anne Frank und ihrer Schwester Margot signiert.

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