Zwei Verletzte bei Schießerei in Frankfurt

6. Mai 2016, 10:40
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Schüsse aus fahrendem Auto abgegeben – Polizei: Offenbar "Milieukriminalität"

Frankfurt – In der Innenstadt von Frankfurt am Main im deutschen Bundesland Hessen sind am Donnerstag zwei Menschen durch Schüsse verletzt worden, die offenbar aus einem fahrenden Auto abgegeben wurden. Wie ein Sprecher am Freitag mitteilte, handelt es sich bei den Opfern um einen 20- und einen 41-jährigen Mann. Die Verletzungen seien aber nicht lebensgefährlich, sagte ein Sprecher. Ursprünglich war von drei Verletzten berichtet worden.

Ermittler seien nicht in die Schießerei verwickelt gewesen. Der oder die Täter hatten in unmittelbarer Nähe der Fußgängerzone auf einem belebten Platz mit Bars und Cafes auf einen weißen Geländewagen geschossen, aus dem zwei Männer stiegen. Mehrere Schüsse trafen die Windschutzscheibe. Einer der Männer, die aus dem Auto stiegen, habe ebenfalls eine Waffe gezogen, sei aber nicht mehr zum Schuss gekommen, sondern vorher getroffen zusammengebrochen, sagte Nadia Niesen, Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft, am Freitag. Die Waffe ließ er fallen, sie wurde sichergestellt.

"Die Schüsse dürften aus einem dort vorbeifahrenden Auto abgegeben worden sein", hieß es in der Mitteilung weiter. Die Polizei suche nun nach einem schwarzen Kombi und einem Motorrad der Marke Honda. Es habe laut Niesen mehrere Durchsuchungen gegeben. Einzelheiten nannte sie nicht.

Über die Täter sei bisher noch nichts bekannt. Es sei aber zu vermuten, dass es sich "um sogenannte Milieukriminalität handeln dürfte". Ein islamistischer oder ein rechtsradikaler Hintergrund seien "nicht erkennbar". "Wir gehen davon aus, dass es ein Streit zwischen Rockern war", sagte Niesen. Schon vor knapp zwei Jahren hatten sich Hells-Angels-Mitgliedern am Rand des Frankfurter Bahnhofsviertels beschossen.

Im April waren bei einer Schießerei im baden-württembergischen Heidenheim ein Mann getötet und ein weiterer verletzt worden. Drei festgenommene Tatverdächtige sowie die Opfer waren nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft ebenfalls dem Rockermilieu zuzurechnen. (APA, 5.5.2016)

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