Langohrfledermaus hat Vorteile beim Fliegen

5. Mai 2016, 18:37
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Mit den markanten Ohren schafft das Tier einen besseren Auftrieb

Der Rumpf von Langohrfledermäusen ist wirklich nicht besonders groß, ihre Ohren aber sind es vergleichsweise, wie der Name ja schon verrät. Lange Zeit war man der Überzeugung, dass die Tiere, die in Wäldern, aber auch in der Nähe von Menschen leben, diese doch recht deutlich sichtbaren Körpermerkmale nicht zum Fliegen nützen. Nun aber haben Wissenschafter der Lund University in Schweden mit Versuchen im Windkanal das Gegenteil bewiesen.

"Wir konnten zeigen, dass die langen Ohren die Luft beschleunigt unter den Fledermauskörper treiben und dadurch einen Auftrieb erzeugen", sagt Christoffer Johansson Westheim, Hauptautor der Studie, die vergangene Woche im Fachmagazin "Scientific Report" erschien.

lunduniversity

Die Wissenschafter erkannten, dass die Fledermäuse so auch die Flughöhe halten können. Durch die Forschungen werde auch deutlich, dass diese Fledermäuse bei der Ortung von Schallwellen und der damit verbundenen Orientierung sehr effizient fliegen. Die Tiere erreichten schließlich ihr Ziel, eine Stange mit Futter, durch langsame Vorwärtsbewegungen und indem sie die Flügel vom Körper weghielten und im Takt schlugen.

Diese Technik beobachteten die Forscher der Lund University auch aus praktischen Gründen mit großem Interesse. Sie könnte Vorbild für künftige Generationen von Drohnen sein. (pi, 5.5.2016)

  • Eine Langohrfledermaus beim Anflug. Bionik-Experten glauben, dass die nächste Drohnengeneration nach diesem Vorbild gebaut werden könnte.
    foto: anders hedenström / lund university

    Eine Langohrfledermaus beim Anflug. Bionik-Experten glauben, dass die nächste Drohnengeneration nach diesem Vorbild gebaut werden könnte.

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