Wieder Spekulationen um Umstrukturierung bei Raiffeisen

5. Mai 2016, 11:02
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Hameseder: Müssen Strukturen des Sektors hinterfragen

Wien – Bei der Jahrestagung der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien ist am Mittwoch ein brisantes Thema angesprochen worden: eine mögliche Restrukturierung von Raiffeisen, über die schon länger spekuliert wird. Erwin Hameseder, Obmann der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien, sprach in seiner Rede von einer internen Neuorientierung und Strukturen, die zu hinterfragen seien. Konkretes blieb aber offen.

Spekulationen über eine Zusammenlegung der Raiffeisen Zentralbank (RZB) mit der börsennotierten Raiffeisenbank International (RBI) oder aber eine Fusion einzelner Landesbanken gibt es schon länger.

"Fakt ist, wir müssen die Strukturen des Raiffeisensektors hinterfragen und bereit sein, diese auch im Hinblick auf die professionelle Unterstützung unserer Eigentümer, das sind in erster Linie die Raiffeisenbanken in ganz Österreich, zu verändern", wird Hameseder vom ORF (online) zitiert. Laut "Kurier" (Donnerstag) sagte Hameseder, dass man seit Längerem intern von Neuorientierung rede – "der Veränderungsmotor ist angeworfen."

"Wenn Banken kaum mehr Gewinne erwirtschaften können, weil ihnen das einerseits wegen der Niedrigzinspolitik der EZB (Europäische Zentralbank) kaum mehr möglich ist oder aber, weil sie aufgrund der aufsichtsrechtlichen Anforderungen bald sich mit sich selbst mehr beschäftigen müssen, als sie es mit dem Kunden können, dann bleibt nur mehr ein Weg und das ist ein bitterer Weg: Das ist der Weg der Restrukturierung – verbunden natürlich auch leider mit massiven Eingriffen in den Personalstand", so Hameseder laut ORF. (APA, 5.5.2016)

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