Höhere Kosten lasten auf Fitbit-Gewinn

5. Mai 2016, 08:59
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Aktie von Fitness-Spezialist verlor nachbörslich mehr als zehn Prozent

Der Fitness-Spezialist https://www.fitbit.com/atwächst weiterhin kräftig – aber hohe Kosten drücken den Gewinn. Im ersten Quartal sprang der Umsatz im Jahresvergleich um die Hälfte auf 505,4 Mio. Dollar (439,29 Mio. Euro) hoch. Zugleich aber fiel der Gewinn von 48 auf 11 Mio. Dollar. Auslöser war vor allem ein Anstieg der Ausgaben für Marketing sowie Forschung und Entwicklung.

Die Aktie verlor am Mittwoch nachbörslich mehr als zwölf Prozent. Dazu trug auch bei, dass die Gewinnvorhersage für das laufende Vierteljahr deutlich unter den Erwartungen der Analysten blieb. Die Prognose für das gesamte Jahr hob Fitbit unterdessen an.

Konkurrenz

Der vor allem für seine Fitness-Armbänder bekannte Branchenpionier steht zunehmend im Wettbewerb mit Smartwatches wie der Apple Watch. Fitbit hält mit immer neuen Modellen dagegen. Zuletzt kamen die Sportuhr Blaze und das Fitness-Armband Alta auf den Markt. Sie steuerten im vergangenen Quartal fast die Hälfte der Umsätze bei, sagte Gründer und Chef James Park in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Rund 40 Prozent ihrer Käufer seien bisherige Fitbit-Nutzer gewesen, die zumeist von günstigeren Modellen umgestiegen seien. Insgesamt verkaufte Fitbit rund 4,8 Millionen Geräte.

Zum Weihnachtsgeschäft solle es neue Produkte geben, sagte Park, ohne nähere Details zu nennen. Er setzt darauf, dass auch Familien und Freunde von Fitbit-Nutzern eher Geräte seiner Firma als der Konkurrenz kaufen würden. Fitbit verkauft Fitness-Tracker und Uhren in einer Preisspanne von 60 bis 250 Dollar. Die Apple Watch mit mehr Funktionen ist in den USA ab 300 Dollar zu haben.

Strategie

Park hält aber an seiner Strategie fest, eine Palette von Modellen im Angebot zu haben, die sich bei Preis, Funktionsumfang und Formen unterscheiden. Er hofft, so die Wünsche verschiedener Kundengruppen besser zu treffen.

Die Zahl der Fitbit-Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung sprang binnen eines Jahres von 295 auf 755 hoch. Damit ist gut die Hälfte der Beschäftigten in dem Bereich konzentriert.

Rund 70 Prozent seines Geschäfts macht Fitbit in den USA. Vor einem Jahr lag der Anteil noch bei 79 Prozent. In Deutschland habe Fitbit im vergangenen Quartal fast fünf Mal mehr Umsatz als ein Jahr zuvor erzielt, sagt Park, ohne eine konkrete Zahl anzuführen.

Fitbit verliert den Topmanager Hans Hartmann, der bisher als Zuständiger für das operative Geschäft die Zuliefererkette, den Kundenservice und die Hardware-Entwicklung beaufsichtigte. Hartmann geht in die gleiche Position zu Oculus, dem zu Facebook gehörenden Spezialisten für Brillen zur Anzeige virtueller Realität. (APA, 5.5.2016)

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