Zika: Seit Oktober 1.271 Fälle von Mikrozephalie in Brasilien

5. Mai 2016, 08:16
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Mindestens 57 Babys starben an dem schweren Defekt

Rio de Janeiro – Brasilien hat seit dem Ausbruch der Zika-Epidemie im Oktober vergangenen Jahres 1.271 Fälle von Mikrozephalie bei Babys registriert. Wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch außerdem mitteilte, starben mindestens 57 Babys an dem schweren Defekt, bei weiteren 178 Todesfällen werde ein Zusammenhang vermutet.

Normalerweise gibt es in Brasilien jährlich rund 150 Fälle von Mikrozephalie – dabei haben die Neugeborenen einen abnormal kleinen Kopf und häufig auch schwere Hirnschäden. Das Zika-Virus löst nach Angaben von US-Wissenschaftlern Mikrozephalie bei Babys aus und gilt damit für Schwangere als besonders gefährlich. Zudem kann das Virus die schwere Nervenkrankheit namens Guillain-Barre-Syndrom verursachen.

Das von Mücken übertragene Zika-Virus grassiert derzeit vor allem in Südamerika. Besonders betroffen ist Brasilien: Die Zahl der Zika-Infektionen wird dort auf 1,5 Millionen geschätzt. (APA, 5.5.2016)

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