Jemen-Friedensgespräche in Kuwait gehen nach Aussetzung weiter

4. Mai 2016, 16:11
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UN: "Vereinbarte Agenda wird befolgt"

Kuwait-Stadt – Die Konfliktparteien im jemenitischen Bürgerkrieg haben die in Kuwait unter UN-Initiative geführten Friedensverhandlungen wieder aufgenommen. "Die gemeinsame Sitzung der Friedensgespräche hat begonnen und die vereinbarte Agenda wird befolgt", teilte der UN-Vermittler für den Jemen, Ismail Ould Cheikh Ahmed, am Mittwoch auf Twitter mit.

Am Sonntag hatte die Regierung des Jemen ihre Beteiligung an den Verhandlungen ausgesetzt. Als Grund nannte Außenminister Abdel Malak al-Mekhlafi die Einnahme eines wichtigen Militärstützpunktes nördlich der Hauptstadt Sanaa durch die Houthi-Rebellen.

Waffenruhe

Seit mehr als drei Wochen gilt in dem Bürgerkriegsland eine Waffenruhe. Beide Seiten werfen sich jedoch gegenseitig vor, diese mehrmals gebrochen zu haben. Die Friedensgespräche hatten nach einer Verzögerung vor knapp zwei Wochen begonnen. Im vergangenen Jahr waren sie bereits nach drei Runden gescheitert.

Die schiitischen Houthis kämpfen im armen Jemen seit über einem Jahr gemeinsam mit Verbündeten gegen die Anhänger von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und haben große Teile des Landes überrannt. Im März 2015 begann ein Bündnis aus arabischen Ländern unter Führung Saudi-Arabiens, Stellungen der Rebellen zu bombardieren. (APA, 4.5.2016)

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