ÖFB-Team peilt Viertelfinale an

4. Mai 2016, 14:49
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Deutschland Gruppengegner, Auftakt gegen "robuste" Bosnier

Baku – Österreichs Fußball-Bund schickt bei der U17-Europameisterschaft in Baku das nächste Nachwuchsteam ins Rennen. Nach drei Turnierstarts im vergangenen Jahr (U20-WM, U19-EM, U17-EM) erhofft sich der ÖFB auch in Aserbaidschan ein gutes Abschneiden. Für Sportdirektor Willi Ruttensteiner steht jedoch vordergründig die langfristige Entwicklung im Zentrum.

"Die Erfahrungen, die sie für ihre Karriere sammeln, sind das Entscheidendste. Wichtig ist, mit dem Turnier, dem Druck und den Rahmenbedingungen zurechtzukommen. Das ist die beste Förderung, die es für einen Spieler geben kann", sagte Ruttensteiner vor dem Startschuss der Endrunde. Am Donnerstag trifft das ÖFB-Team im ersten Gruppenspiel auf Bosnien-Herzegowina (12.00 Uhr MESZ).

Teamchef Andreas Heraf hat bei der 16 Mannschaften umfassenden EM natürlich den Einzug in die K.o.-Runde ins Auge gefasst. Nicht zuletzt wegen des Erfolgs über die im Nachwuchsbereich traditionell starken Franzosen in der Qualifikation gehe man mit Zuversicht in die Aufgabe. Gegen Bosnien und die Ukraine am Sonntag soll die Basis gelegt werden. Danach wartet am Mittwoch das abschließende Gruppenspiel gegen Mitfavorit Deutschland.

Die Top Zwei der insgesamt vier Gruppen qualifizieren sich für das Viertelfinale (14. und 15. Mai). Die Halbfinalspiele werden am 18. Mai ausgetragen, das Finale findet am 21. Mai statt. Die U17-EM wird jährlich ausgetragen, im Vorjahr holte Frankreich den Titel.

Vordergründig geht es für Kapitän Valentino Müller und Co. nun einmal darum, den Auftakt erfolgreich zu gestalten. Bosnien ist laut Heraf, der mit seiner Mannschaft seit Montag in Baku residiert, ein unangenehmer Gegner. "Die Mannschaft ist sehr groß und robust und betreibt fast keinen Spielaufbau. Das wird es uns schwer machen, in Pressing-Situationen zu kommen", meinte der Wiener, der bereits seine fünfte Endrunde als Nachwuchsteamchef in Angriff nimmt.

In Österreichs 18-Mann-Aufgebot stehen mit Leonardo Zottele (1. FC Nürnberg) und Maurice Mathis (1860 München) zwei Legionäre. Bekannteste Akteure sind Romano Schmid, der bei Sturm Graz im Jänner einen Dreijahresvertrag erhielt, und Müller, der es bereits in den Bundesliga-Kader von Altach schaffte. Der Vorarlberger setzt auf den Zusammenhalt: "Die Stimmung auf und neben dem Platz ist sehr gut, weil wir eine gute Mischung aus Spaß und der nötigen Ernsthaftigkeit haben. Wir werden als Team in jedem Spiel alles geben, und natürlich wollen wir so weit wie möglich kommen." (APA, 4.5.2016)

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