Heftige Kämpfe in Syrien nach Ablauf der Feuerpause

4. Mai 2016, 11:08
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Stellungen der Rebellen nahe Damaskus bombardiert – Treffen in Berlin über eventuelle Fortsetzung der Friedensgespräche

Beirut – In Syrien flammen nach Ablauf der lokalen Feuerpausen die Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen wieder auf. Stellungen der Rebellen östlich der Hauptstadt Damaskus seien nach Ende des Waffenstillstandes um Mittwoch 00.00 Uhr bombardiert worden, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Auch der Zivilschutz in der Region berichtete von Luftangriffen und Beschuss mit Mörsergranaten. In der von den Luftangriffen getroffenen Stadt Deir al-Asafir kam es nach Rebellen-Angaben auch zu Boden-Kämpfen gekommen. Auch in Aleppo, für das keine Feuerpause vereinbart worden war, werde weiter erbittert gekämpft. Dort seien seit Dienstag Dutzende Menschen getötet worden.

Treffen in Berlin

In Berlin werden am Nachmittag der UN-Sonderbeauftragte für Syrien, Staffan de Mistura, der Koordinator des Hohen Komitees der syrischen Opposition, Riad Hidschab, sowie der französische Außenminister Jean-Marc Ayrault erwartet. Sie wollen mit Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier die Fortsetzung der Friedensgespräche unter UN-Aufsicht in Genf ausloten. Voraussetzung für die Verhandlungen war ursprünglich die Wahrung des Waffenstillstandes.

Russland, das den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad mit Luftangriffen im Kampf gegen die Rebellen unterstützt, hatte zwar den auch mit den USA ausgehandelten Waffenstillstand bis zum 3. Mai verlängert. Eine nochmalige Ausweitung der Feuerpause blieb jedoch aus.

Der für die Überwachung der Feuerpause zuständige russische General Sergej Kuralenko teilte nach einem Bericht der Nachrichtenagentur RIA mit, die Lage in den Provinzen Latakia, Aleppo und Damaskus sei teilweise angespannt. (Reuters, 4.5.2016)

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