Madrid: Del Potro für Thiem zu stark

3. Mai 2016, 16:23
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Österreicher erstmals in dieser Saison zum Auftakt ausgeschieden

Madrid – Das "Hammerlos" Juan Martin Del Potro ist für Österreichs Tennis-Star Dominic Thiem am Dienstag zum Stolperstein geworden. Der 22-jährige Niederösterreicher, der bei dem mit 5,719 Mio. Euro dotierten Masters-1000-Turnier von Madrid als Nummer 14 gesetzt war, verlor das erste Duell mit dem an diesem Tag bärenstarken Argentinier nach 1:44 Stunden mit 6:7(5), 3:6.

Es war die erste Auftakt-Niederlage für Thiem, der noch am Sonntag im Finale von München gestanden ist, im elften Turnier einer bisher großartigen Saison. Der fünffache Turniersieger hatte lediglich in Sydney nach einem Freilos sein erstes Match verloren, hatte allerdings wegen Blasen am rechten Fuß aufgeben müssen.

Spannende Partie

Diesmal war es aber in erster Linie ein wirklich starker Del Potro, dem Thiem aber über weite Strecken einen sehenswerten Kampf lieferte. Thiem wehrte im Auftakt-Game und auch fünften Spiel noch Breakbälle des 1,98-m-Riesen, der im ATP-Ranking nach einer elfmonatigen Auszeit aktuell nur auf Platz 274 liegt, ab. Del Potro war hingegen bei seinen Aufschlägen zumeist ungefährdet.

Beim Stand von 5:4 im ersten Satz allerdings hatte es Thiem gleich dreimal in der Hand, den ersten Durchgang zu gewinnen. Del Potro schaffte aber doch den Ausgleich und erreichte das Tiebreak. In diesem nutzte Thiem auch eine 5:4-Führung nichts, Del Potro verwertete gleich seinen ersten Satzball zum 7:5.

Im zweiten Durchgang ging Del Potro nach einem Break zum 2:0 rasch 3:0 in Führung und obwohl Thiem noch mehrere Chancen zum Rebreak hatte, konnte er den Aufschlag des früheren Weltranglisten-Vierten und Ex-US-Open-Siegers nicht mehr knacken. Thiem wehrte bei 3:5 noch zwei Matchbälle ab, verpasste zwei Chancen zum Rebreak und musste die Niederlage zur Kenntnis nehmen.

Del Potro ist erst im vergangenen Februar nach einer elfmonatigen Pause wegen einer Handgelenksverletzung auf die Tour zurückgekehrt. Schon in München zeigte er in der vergangenen Woche schon recht gute Sandplatzform, ausgerechnet gegen Thiem steigerte er sich aber erneut.

Dämpfer vor Rom, Nizza und Paris

Für Thiem bedeutet das Aus freilich einen Dämpfer auf dem Weg zum angestrebten Top-Ten-Platz, zumal er im Vorjahr bei dem 1000er-Turnier nicht hatte antreten und voll punkten hätte können. Thiem spielt vor den French Open kommende Woche noch in Rom, zudem steht in der Woche vor Paris die erste Titelverteidigung seiner ATP-Tour-Karriere in Nizza auf dem Programm.

Thiem ärgerte sich nicht allzu sehr über das frühe Aus. "Sicher ist es enttäuschend, aber es war immerhin gegen Del Potro. Er war ein schwieriges Auftaktlos, das habe ich von Anfang an gewusst. Von dem her ist es keine schlimme Tragödie", sagte er.

Del Potro habe schon in München relativ gut gespielt. Der Aufschlag des Argentiniers habe ihm Schwierigkeiten bereitet. Außerdem habe er zu viele Probleme mit seinem eigenen Spiel gehabt und sei derzeit nicht mehr in Topverfassung. "Ich habe zum ersten Mal in diesem Jahr ein bisschen Schwierigkeiten, aber ich denke, dass es nichts Schlimmes ist. Spielerisch war ich schon letzte Woche nicht zufrieden, ich spiele sicher nicht mehr so gut wie die ersten Wochen und Monate des Jahres", meinte der Niederösterreicher.

Er ist aber überzeugt, dass er schnell wieder zu seiner Topform zurückfinden kann. "Es ist ganz normal, dass es ein paar Höhen und Tiefen gibt, es werden die nächsten Höhen kommen. Es heißt, so schnell wie möglich meine Form finden, dass ich in Paris in Topform bin". (APA; 3.5.2016)

  • Auf verlorenem Posten: Dominic Thiem.
    foto: apa/afp/stache

    Auf verlorenem Posten: Dominic Thiem.

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